(KKL) Im Rahmen seiner Jahreshauptrevision stellt das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) am 28. April die Stromproduktion für vier Wochen ein. Auf dem Programm stehen der jährliche Austausch von Brennelementen sowie Instandhaltungs- und Erneuerungsarbeiten. Das Kraftwerk wird dabei von rund 1000 externen Mitarbeitenden unterstützt.
Am Montag, 28. April, startet das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) in die Jahreshauptrevision und beginnt dafür am Tag zuvor mit dem schrittweisen Abfahrprozess. Während der vierwöchigen Revisionsabstellung setzt das KKL 132 neue Brennelemente ein, was rund einem Fünftel des insgesamt 648 Brennelemente umfassenden Reaktorkerns entspricht. Parallel dazu werden vier Steuerstäbe, zwölf Steuerstabantriebe und drei Neutronenflusslanzen getauscht.
Nach erfolgreicher Digitalisierung der Leittechnik im Bereich der Notstromversorgung eines Sicherheitsstrangs im Vorjahr wird die Leittechnik nun an weiteren redundanten Sicherheitssystemen erneuert und digitalisiert. Damit setzt das KKL ein Zeichen, um seine Rolle als Stütze der Schweizer Stromversorgungssicherheit verlässlich wahrzunehmen.
Ebenfalls ein umfangreiches Mehrjahresprojekt ist die Erneuerung der Strahlungsmesstechnik. In diesem Jahr wird bei abgestellter Anlage ein weiterer Teil der ortsfesten Raumstrahlungsmonitore ersetzt. Andere Schwerpunkte der Revision bilden wiederkehrende Instandhaltungs- und Inspektionsarbeiten sowie Prüfungen an Systemen und Komponenten.
Für einzelne Inspektionsaufgaben werden auch in diesem Jahr betriebseigene Drohnen und Roboterhunde eingesetzt. Mit «unbemannten» Abklärungen hat das Kernkraftwerk Leibstadt bereits in den Vorjahren positive Erfahrungen gemacht und konnte die Aufenthaltsdauer von Mitarbeitenden im Innern des Reaktors dadurch deutlich reduzieren.
Die rund 540 Mitarbeitenden des KKL werden in diesem Jahr von 1000 externen Fachkräften unterstützt.