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Ratgeber

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Ärgernis Laub
Wie jedes Jahr im Herbst, fallen die Blätter von den Bäumen und Sträuchern. Damit beginnt für einige Nachbarn der Ärger. Wer muss das Laub der Nachbarpflanzen kehren? Dürfen überhängende Äste abgeschnitten werden? Oder kann gar die Fällung des Baumes verlangt werden?
Gemäss Gesetz sind Einwirkungen vom Nachbargrundstück, wie beispielsweise herabfallende Blätter, vom Verursacher zu beseitigen, wenn diese übermässig sind. Ob eine Einwirkung übermässig ist, hängt dabei von der Lage und Beschaffenheit des Grundstücks sowie vom Ortsgebrauch ab. Das Bundesgericht hat in konstanter Rechtsprechung entschieden, dass Blätter und andere pflanzliche Immissionen im Herbst grundsätzlich als ortsüblich gelten und geduldet werden müssen. Dies deshalb, weil das Laub nur eine begrenzte Zeit anfällt und deshalb keine dauerhafte Störung vorliegt. Das bedeutet, dass der Eigentümer der Bäume und Sträucher nicht verpflichtet werden kann, das Laub im Nachbargarten aufzunehmen.
Überragende Äste können sodann nur abgeschnitten werden, wenn sie das Eigentum schädigen und vom Nachbarn nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt werden.
Eine Schädigung liegt bei einer übermässigen Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks vor. Herabfallendes Laub wird dabei normalerweise nicht als übermässig beurteilt. Wer sich also über das Laub in seinem Garten ärgert, kann somit nicht einfach zur Schere greifen.
Abstandsvorschriften für Bäume und Sträucher sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt. Sind Abstandsvorschriften verletzt, so steht dem betroffenen Nachbarn ein Anspruch auf Beseitigung des Baumes zu, sofern dieses Recht noch nicht verjährt oder verwirkt ist. Der Kanton Aargau kennt keine Verjährungsfrist. Hat der Nachbar den Baum jedoch noch keine 30 Jahre lang geduldet, so kann der Nachbar den Beseitigungsanspruch vor Gericht durchsetzen und die Fällung des Baumes verlangen.


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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Gar nichts führt zu Kurskorrekturen
Weder neue Lockdowns, welche kaum Rückenwind für die Wirtschaft darstellen, noch die «komischen» Wahlen in den USA, bei welchen immer noch auf dem rechtlichen Weg gekämpft wird, können den Aktienmärkten im Moment etwas anhaben. Der Markt will rauf, ob man es nachvollziehen kann oder nicht, spielt gar keine Rolle. Aktien werden gekauft, weil man sie in ein paar Monaten teurer verkaufen kann, nicht weil die Firmen ein Wachstum hinlegen oder neue, viel bessere Produkte bringen. Solche Phasen gab es in der Vergangenheit schon mehrfach. Diesmal speziell ist die Breite. Mehr oder weniger alle Anlagekategorien steigen und steigen im Preis. In der Vergangenheit waren das häufiger einzelne Anlagekategorien und nicht gesamte Märkte. Weiter tanzen, solange die Musik spielt, das scheint das Motto zu sein und die immense Liquidität scheint das Schwerkraftprinzip der Physik auszuschalten. Aber nochmals: Das perpetum mobile gibt es nicht und was hoch abhebt, kann auch böse fallen. Nun ist einfach die schwierige Frage, wie weit stecken wir bereits in dieser Aufwärtsspirale? Die Vergangenheit hat mehrmals gezeigt, dass die Preise am Schluss noch fahnenstangenmässig weiter ansteigen, bevor sie dann oft für längere Zeit in die andere Richtung gehen. Sind wir schon in der «Fahnenstangenphase»? Aus meiner Sicht ja, aber wie lange ist die Fahnenstange?

Wie kann man eine sinnvolle Absicherung machen?
Überlegungen über Depot- oder Aktienabsicherungen können Sinn machen. Nicht immer will man seine Aktien verkaufen, strebt aber eine (Teil-)Absicherung seiner Anlagen an. Hier können sich Derivate eignen. Ohne abschliessend zu sein, gibt es folgende Möglichkeiten: 1. Put-Optionen auf einzelne Aktien oder Indices. 2. Futures oder Minifutures auf Aktien oder Indices. 3. Produkte auf Volatilität.
Put-Option: Hier kauft man das Recht, in einer gewissen Zeit, eine Aktie oder Index zu einem definierten Preis verkaufen zu können. Dafür zahlt man einen Preis. Wenn man das Recht nicht ausübt, verfällt die Option. Für eine solche Absicherung muss man ein recht gutes Timing haben, da der Zeitwert unweigerlich gegen einen läuft oder man immer wieder neue Optionen kaufen muss, da sonst die Absicherung ausläuft.
Futures oder Minifutures (zur Absicherung): Hier verkauft man ein Finanzprodukt mit einem gewissen Hebel auf Aktien oder einen Index. Der Vorteil: Es gibt keine Prämie für einen Zeitwert und das richtige Timing ist weniger wichtig. Für Futures braucht es aber eine Kreditlimite und sie eignen sich eher für grössere Absicherungen. Mit Mini-Futures kann man auch mit kleineren Beträgen Teilabsicherungen machen.
Volaprodukte: Es hat sich gezeigt, dass starke Einbrüche mit einer schnell und stark ansteigenden Volatilität korrelieren. In der Theorie ist das einleuchtend. Das richtige Produkt aber zu finden, ist nicht ganz einfach, da auch hier viele Produkte ihre speziellen Tücken haben.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Saisonale Grippe (Influenza)
Dieser Ratgeber ist der echten Influenza gewidmet!
Die echte Grippe ist von den grippalen Infekten (einer «Erkältung») klar abzugrenzen. Es handelt sich bei beiden um ähnliche Symptombilder, aber bei den grippalen Infekten sind zweifelsfrei keine Grippe-Viren an der Erkrankung beteiligt!
In der Nordhemisphäre (unseren Breitengraden) zirkulieren die Viren in der Regel von Anfang Oktober bis Mitte Mai. Es werden jeweils sehr viele Menschen krank. Die Zahlen zeigen, dass jährlich 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung betroffen sind. Bereits bei sechsjährigen Kindern wurde in den Niederlanden mindestens eine Infektion mit einem Grippevirus nachgewiesen. Was uns klar zeigt: Es trifft jeden irgendwann einmal!
Bei den Viren handelt es sich vorwiegend um Viren der Gruppe Orthomyxoviridae und den Gattungen Influenzavirus A oder B. Die Gruppe A zweigt sich in diverse Subtypen auf und bei der Gruppe B sieht man 2 Stammlinien: Victoria und Yamagata. Selten kommen Influenza-Viren C und D als Erreger der Grippe vor.
Das Robert-Koch-Institut in Deutschland beobachtet offiziell seit zirka 20 Jahren die Entwicklung der Grippe. Die dazu nötigen Zahlen werden durch speziell ausgesuchte Arztpraxen erhoben und gemeldet. Wir in der Schweiz haben im BAG ein vergleichbares System und erhalten ebenfalls wöchentlich Informationen über den Stand der Dinge.

Übertragung
Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Mundes und der Augen in den Körper ein. Dieser leichte Übertragungsweg
über den
– direkten Kontakt wie Niesen, Husten und über einen Händekontakt
– indirekten Kontakt über Gegenstände, die berührt werden (Türklinken usw.),
erklärt auch die Häufigkeit der Erkrankung. Speziell in den kalten Monaten sind wir in geschlossenen Räumen einer hohen «Virenlast» ausgesetzt.
Im Besonderen weiss man, dass die «Tröpfchen-Infektion» über grössere Tröpfchen (direkt) passiert. Die Grösse der Tröpfchen zwingt sie, innert 2 Metern nach unten zu sinken. Sie verkleben dann mit den Oberflächen, auf denen sie landen. Wenn die Tröpfchen aber bereits in
der trockenen und warmen Raumluft getrocknet sind, können die darin enthaltenen sehr kleinen Viren als «Aerosol» über weite Strecken in der Luft schweben und stundenlang gefährlich bleiben. Das ist das Problem unserer Räume in den Wintermonaten: trockene, warme Luft mit niedriger Luftfeuchtigkeit!
Diese Übertragungswege erklären auch die zurzeit geltenden Vorsichtsmassnahmen:
– Abstand: Ein mindestens 2-Meter-Abstand verringert das Risiko der direkten Kontamination durch «grosse» Tröpfchen
– Maske tragen: Die Masken halten die beim Sprechen und Atmen ausgestossenen Tröpfchen zum grossen Teil zurück. Sie bleiben am und im Filtermaterial kleben; je nach Qualität der Masken können auch die Aerosol-Partikel zurückgehalten werden. Das passiert sowohl beim Ausatmen als auch beim Einatmen! Aber nicht nur die Qualität der Masken ist wichtig, auch das richtige Tragen. Die Maske muss
eng anliegen und die Luft muss wirklich gefiltert ein- und ausgeatmet werden! Das anschliessend korrekte Entsorgen verringert ebenfalls die Virenlast. (Bei den gesunden Personen: aussen auf aussen zusammenfalten und zuhause entsorgen, ansonsten immer so entsorgen, dass niemand sie berühren kann.)
– Augen schützen: Ausnahmsweise sind jetzt die Brillenträger im Vorteil, ansonsten helfen Gesichts-Masken, die wie Schilde oder grosse Brillen getragen werden.
– Lüften: Damit wird die Aerosol-Konzentration in den Räumen verringert, die Luft befeuchtet und kurz die Temperatur vermindert.
– Desinfizieren: Wenn möglich keine Gegenstände berühren, ohne danach die Hände zu desinfizieren! Aber auch die Gegenstände, die von vielen Menschen berührt werden, regelmässig reinigen und desinfizieren.
– Allgemein häufig die Hände mit einer milden, hautfreundlichen, rückfettenden Seife waschen, sauber abspülen und anschliessend
pflegen (mit einer gut verträglichen Handcreme). Die Haut wird durch die Hygienemassnahmen strapaziert und braucht die anschliessende Pflege. Auch unter den Masken muss die Gesichtshaut gepflegt werden. Nach dem üblichen Reinigen sollte eine gute
Gesichtscreme verwendet werden. Sie muss pflegen und darf nicht zu fettend sein.
Im nächsten Ratgeber gehen wir auf die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten genauer ein.
Bitte helfen Sie alle mit, um in dieser Zeit gesund zu bleiben. Wir und alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, helfen gerne mit Beraten.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Nichts zu den US-Wahlen?
Ein Ratgeber, der nicht auf das derzeitig alles beherrschende Thema der amerikanischen Wahlen eingeht, was soll das? Zum Ersten haben diejenigen, die sich dafür interessieren, sicher schon alles darüber gelesen (oder können auch unsere Kurzanalyse auf unserer Homepage ruetschi-ag.ch unter der Rubrik Finanzmarktberichte nachlesen). Zum Zweiten sind die Wahlen zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Ratgebers noch nicht entschieden.
Und zum Dritten gibt es Entscheide, die langfristig wichtiger für eine gute Anlageperformance sind und die man vor allem selber treffen kann.

Auswahl eines Vermögensverwalters
Worauf sollte ich achten, wenn ich meinen Vermögensverwalter auswähle? Woran lassen sich überzeugende Vermögensverwalter erkennen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Artikel der NZZ letztes Jahr (Autor Michael Schäfer, 8. Mai 2019). Er zitierte einige Indikatoren aus Analysen vom unabhängigen Beratungsunternehmen «Zwei Wealth».

Grosse Unterschiede
Die Daten zeigen zuerst mal, wie wichtig es ist, sein Portfolio von einem guten Anbieter verwalten zu lassen. Die Ergebnisse der Vermögensverwalter unterscheiden sich teilweise sehr stark.

Banken schneiden schlecht ab
Es gibt gemäss den Analysen nicht das «eine» Profil des erfolgreichen Vermögensverwalters. Unterschiede und Indikationen gibt es aber durchaus. Die Analyse hat die Vermögensverwalter in drei grobe Gruppen eingeteilt: Bei den «spezialisierten Asset-Managern» (Kerngeschäft VV, oftmals spezialisiert auf gewisse Themen, nicht selten mit eigenen Fonds) ist der Anteil an «empfehlenswerten Vermögensverwaltern» am höchsten, knapp dahinter die «unahängigen Vermögensverwalter» (Kerngeschäft VV, oftmals etwas kleiner, eher Generalisten). Dagegen fallen die Banken als dritte Gruppe deutlich ab. Woher kommen diese Unterschiede?

Indikationen für Qualität im Anlageprozess
Je einfacher ein Portfolio strukturiert ist, umso wahrscheinlicher sind gute Resultate. Bei Verwaltern, welche nur auf Aktien, Obligationen und liquide Mittel setzen, wurde ein grosser Anteil als empfehlenswert eingestuft. Werden zusätzlich Hedgefunds oder Private Equity eingesetzt, sinkt dieser Anteil. Konsequenzen hat auch die Wahl der im Portfolio verwendeten Instrumente. Markante Vorteile zeigen sich bei den Managern, die vor allem auf Direktanlagen sowie auf günstige, passiv verwaltete Fonds (ETF) setzen. Dies erklärt sich vor allem damit, dass diese Instrumente deutlich günstiger sind als aktiv verwaltete Fonds oder strukturierte Produkte.

Kosten, Kosten, Kosten…
Überhaupt sind Kosten ein wichtiges Kriterium, wenn es um den Anlageerfolg geht. Aber vergleichen Sie Äpfel mit Äpfel. Nebst oben angesprochenen teilweise versteckten Produktkosten fallen Transaktionskosten (Courtagen), Depotgebühren und die eigentlichen Vermögensverwaltungskosten an. Manche Anbieter verpacken diese Kosten in eine All-In-Fee. Gerade bei unabhängigen Vermögensverwaltern ist es relevant, ob sie mit der Depotbank gute Sonderkonditionen für ihre Kunden ausgehandelt haben.

Grösse ist irrelevant
Der Artikel schliesst mit folgender Aussage: «Zwar hat man keine Garantie, bei einem besseren Vermögensverwalter zu landen, wenn man auf die genannten Kriterien achtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, ist jedoch deutlich höher, als wenn man die Attribute ignoriert und den Verwalter aufgrund des Namens, der örtlichen Nähe oder der Grösse wählt. Letztere, gemessen an der Höhe der verwalteten Gelder, ist anscheinend irrelevant.»

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lic. iur. Serap Hänggi, LL.M.
Rechtsberaterin
Tel. 061 511 09 95
Tel. 076 325 09 95

Coronavirus im arbeitsrechtlichen Fokus
Die anhaltende Coronavirus-Situation stellt sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber vor grosse Herausforderungen. Die Fallzahlen steigen rapide an und die Massnahmen werden wieder verschärft. Das Coronavirus hat sowohl unsere privaten Gewohnheiten als auch unsere Arbeitswelt verändert. Eine grosse Verunsicherung schwebt wie eine dunkle Wolke über einen jeden von uns. Was ist zu tun, wo bin ich sicher, wie achte ich auf meine Gesundheit, was sind meine Rechte und Pflichten? Diese und andere Fragen beschäftigen uns alle.
Jedoch können Sie jetzt aus Angst, angesteckt zu werden, als Arbeitnehmer nicht einfach der Arbeit fernbleiben. Eine andere Frage ist, ob eine Haftung des Arbeitgebers besteht, wenn Sie sich am Arbeitsplatz anstecken. Gestützt auf das Arbeitsrecht ist der Arbeitgeber verpflichtet, seinen Arbeitnehmern Schutz und Fürsorge zu verschaffen. Ob nun im Falle einer Ansteckung am Arbeitsplatz der Arbeitgeber seiner Sorgfalts- und Fürsorgepflicht nachgekommen ist oder nicht, um die berechtigten Interessen des Arbeitnehmers zu schützen, muss jeweils im Einzelfall geprüft werden. Aufgrund der Fürsorgepflicht ist der Arbeitgeber in der Coronakrise in jedem Fall angehalten ein Schutzkonzept zu erstellen, für die Einhaltung der Hygieneregeln und Abstandsvor-schriften zu sorgen und bei Bedarf Schutz-ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Aber auch Arbeitnehmende sind aufgrund ihrer Treuepflicht verpflichtet, ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten und nach Möglichkeit gesund zu bleiben und den Empfehlungen und Regeln Folge zu leisten.
Wenn ein Betrieb nun aufgrund einer behördlichen Massnahme geschlossen wird und die Mitarbeitenden unter Quarantäne gestellt werden, handelt es sich um eine unverschuldete Verhinderung an der Arbeit. Falls die Arbeit nicht im Home-Office erledigt werden kann, ist der Lohn des Arbeitnehmers trotzdem geschuldet. Bei einer freiwilligen Quarantäne gibt es aber kein Anrecht auf Lohnfortzahlung. Die Lohnfortzahlung ist dagegen gewährleistet, wenn die Quarantäne von einem Arzt oder durch die kantonalen Behörden angeordnet worden ist. Wenn Sie nun aber an Covid erkranken, liegt der Grund für die Arbeitsunfähigkeit in den persönlichen Verhältnissen. Falls Sie als Arbeitnehmer selber den Verdacht haben, ansteckend zu sein, da Sie vielleicht Symptome aufweisen, können und sollten Sie in dieser Situation wie in jedem anderen Krankheitsfall zu Hause bleiben und dies ihrem Arbeitgeber mitteilen.
Zur Verringerung des wirtschaftlichen Risikos beantragen nun viele Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmenden, welche in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis stehen, Kurzarbeit. Lehnt ein Mitarbeitender die Kurzarbeit ab, so bleibt dem Arbeitgeber unter Umständen nur die Kündigung übrig. Die Kurzarbeit soll dabei die eingeschränkte Fortzahlung der Löhne für eine bestimmte Zeit sichern. Aber auch Betriebe mit Angestellten mit befristeten Verträgen oder im Stundenlohn können Kurzarbeit anmelden, damit diese nicht ihre Arbeitsstelle verlieren. Bei Personen im Pensionierungsalter sieht es anders aus. Da diese Altersgruppe keine Beiträge mehr in die Arbeitslosenversicherung ALV bezahlt, entfällt das Anrecht auf eine Kurzarbeitsentschädigung für diese Angestelltengruppe. Arbeitgeber sind verpflichtet, bei diesen Personengruppen mit geeigneten Massnahmen für Arbeitsverhältnisse zu sorgen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Zecken-Erkrankungen 3: Tularämie (Hasenpest)

Unser 3. Ratgeber ist der noch seltenen Krankheit Tularämie gewidmet. Ich habe diese Erkrankung das erste Mal im Fernsehen bei «Ärzte gegen Internet» kennen gelernt. Da sie ebenfalls von Zecken übertragen werden kann, darf sie in dieser «Serie» nicht fehlen. Die Erkrankung ist ebenfalls meldepflichtig.
Es ist eine Tierkrankheit, die gelegentlich auf den Menschen übertragen wird. Der Name Hasenpest zeigt, wer das eigentliche «Opfer» ist: verschiedene kleine Säugetiere (wildlebende Hasen, Kaninchen und Nagetiere wie Mäuse, Ratten oder Eichhörnchen). Das Beschwerdebild ähnelt der Pest: eiternde, nicht heilende Wunden wie Beulen mit Lymphknotenbeteiligung. Der Name Tularämie wurde von dem «entdeckenden» Arzt namens Edward Francis gegeben. Er arbeitete in Tulare in Kalifornien USA. Das Bakterium heisst daher Francisella tularensis. Es ist hochansteckend, sehr klein und kälteresistent. Es wird durch Wärme und die üblichen Desinfektionsmittel zerstört

Übertragung:
Über direkten und indirekten Kontakt mit infizierten Tieren (auch beim Jagen, Enthäuten oder Schlachten). Der indirekte Weg geht über Stiche oder Bisse von Parasiten der infizierten Tiere wie Zecken, Flöhe etc. oder durch das Einatmen erregerhaltigen Staubes (verunreinigtes Heu, Silofutter, Erde, Staub etc.).

Krankheitsbild/Symptome:
Bei Tieren verläuft die Erkrankung meist tödlich. Haushunde oder Hauskatzen scheinen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein. In seltenen Fällen kommt es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Leber-, Milz- und Lymphknotenschwellung, Gelbsucht, Schnupfen etc. Die erkrankten Tiere werden wie die Menschen mit Antibiotika behandelt.
Bei den Menschen tritt die Krankheit nach 3 bis 5, selten erst nach 21 Tagen auf. Die Symptome sind Fieber, fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle mit einer Lymphknotenschwellung. Beim Einatmen des Erregers treten hohes Fieber auf und Entzündungen in den betroffenen Organen (meist die Lunge, Lungenentzündung).

Diagnose:
Der Erreger kann im Labor nachgewiesen werden (über eine Anzucht auf Nährmedien oder direkt über Nukleinsäure-Nachweisverfahren und Antigen-Nachweise).

Therapie:
In der Regel mit Antibiotika, je nach Situation wird das geeignetste ausgewählt. Da es sich um eine schwere lebensbedrohende Erkrankung handelt, insbesondere bei der inneren Form, ist eine Therapie unumgänglich! Ohne antibiotische Behandlung ist die Sterblichkeits-Rate über 30%. Die amerikanischen Tularämie-Formen sind noch deutlich gefährlicher (virulenter).
Eine überstandene Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität!

Vorbeugung:
Es existiert in den USA ein abgeschwächter Lebendimpfstoff, der aber in Europa nicht erhältlich ist. Bei einer wahrscheinlichen Exposition (z.B. in einem Labor)kann man eine medikamentöse Prophylaxe erwägen. Beim Auftreten von Symptomen wird therapiert.

Zecken allgemein:
Zu den Überträgern zurückkehrend ist in der Schweiz eine Präventions-App zu Zecken für Smartphones erhältlich. Interessierte können sie auf ihr Handy laden. Sie gibt viele Informationen rund um Zecken. Z.B. wie sie entfernt werden können, was dann zu tun ist und vieles mehr.

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Leonteq: Und täglich grüsst das Murmeltier...
Obiger Titel eines Filmes mit Bill Murray von 1993 wurde zum geflügelten Wort für Situationen, die sich mehrfach wiederholen und fast gleich immer wieder vorkommen. Bei Leonteq fühle ich mich an diese Redewendung erinnert. Erstmals habe ich diesen Titel letztes Jahr im November zum Kauf empfohlen zum Preis von rund FR. 30.–(bei Interesse können Sie die alten Ratgeber auf unserer Webseite nachlesen). Im März 2020 habe ich bei Fr. 43.50 zu einem (leider nur Teil-)Verkauf geraten. Nach einer Gewinnwarnung kam die Aktie unter Druck und im April 2020 habe ich bei 31 Franken zu einem Wiedereinstieg geraten. Der Kurs ist erneut angestiegen bis auf etwa Fr. 45.–, hat aber seit Ende Juli wieder massiv korrigiert und liegt nun erneut bei etwa 32 Franken. Zeit um erneut zuzukaufen?

...grosser Handelsverlust im ersten Halbjahr
Leonteq hat in seinem Halbjahresbericht Sonnen- und Schattenseiten gezeigt. Unter anderem dank der volatilen Börsenkurse war die Nachfrage nach den Produkten extrem stark und die Volumen wurden deutlich erhöht. Andererseits wurde Leonteq von den massiven Auswirkungen von Corona auf die Finanzmärkte an zwei Orten auf dem falschen Fuss erwischt: Zum einen verursachten die extremen Turbulenzen am Ölmarkt – kurzzeitig notierten die Preise für Erdölfutures im deutlich negativen Bereich – einen Handelsverlust von ca. 20 Mio., zum anderen haben diverse Firmen bereits beantragte Dividenden gestrichen, was zu weiterem ca. 40 Mio. Handelsverlust auf den bereits emittierten Produkten führte. Unter dem Strich verdiente Leonteq deshalb im ersten Halbjahr nur 6 Mio., was einem Gewinn von Fr. 0.29 pro Aktie entspricht.

...bessere Aussichten fürs zweite Halbjahr
Das zweite Halbjahr scheint bislang keine solch einschneidenden Extremereignisse zu bringen. Das Tagesgeschäft scheint normal zu laufen, womit Leonteq seinen Handelsverlust mutmasslich deutlich verkleinern wird. Zudem konnte Leonteq mehrere neue Vertriebspartner bekanntgeben, so dass auch die Aussichten für die Volumen gut stehen.
Unter dem Strich stufe ich deshalb Leonteq zum dritten Mal auf einem Preisniveau von gut 30 Franken als attraktiv ein und würde risikofreudigen Anlegern zu einem Kauf raten.

Chaotisches US Präsidentschafts-TV-Duell
Die beiden mögen sich nicht, das wusste man. Der eine ist amtierender US-Präsident, der andere war vor vier Jahren noch US-Vizepräsident und ist heute der Kandidat der Demokraten. Beide sind nicht mehr jung (was eigentlich eine Untertreibung ist), besser gesagt, es sind zwei ältere, an sich erfahrene Politiker. Offenbar fehlt es aber beiden an einem Mindestmass an Anstand und Respekt für das Vis-à-vis. Natürlich schafft es niemand, in einer aufgeheizten Debatte auf persönliche Angriffe immer souverän zu reagieren, aber ein aggressives Dauergefecht, bei dem kaum ein Satz fertig gesprochen werden kann, ohne dass der andere ins Wort fällt, ist keine Debatte, sondern höchstens ein Duell.

US Politsystem unter Stress
Ich frage mich manchmal, wie es möglich ist, dass ein Land mit fast 330 Mio. Einwohnern am Schluss aus zwei solchen Kandidaten auswählen muss. Das ist nicht nur eine Kritik an den beiden Anwärtern, sondern auch am System. Offenbar ist das US-Politsystem derzeit ziemlich unter Stress. Das ist nicht nur die Schuld von Trump, nein, er kam wohl schon nur deswegen an sein Amt vor vier Jahren. Die Kluft zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf und die USA scheinen die Position als unangefochtene Weltmacht Nummer 1 langsam zu verlieren.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Ölaktien völlig aus der Mode
Die Börsenbewertungen der grossen Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell, Exxon, BP oder Total sind völlig im Keller. Die Aktien sind sehr günstig zu haben, stossen aber auf wenig Interesse. Sind das Vorzeichen, dass Öl in Zukunft keine Rolle mehr spielt oder die Firmen in Zukunft keine Gewinne mehr schreiben? Unbestritten hat Corona zu einem nachlassenden Ölverbrauch geführt. Nicht nur die Luftfahrtindustrie braucht aktuell weniger Energie und oftmals reagieren einige Produzenten auf sinkende Preise mit einer gesteigerten Produktion, um Ausfälle teilweise zu kompensieren, was zusätzlich eine Negativ-spirale auslösen kann. Ich persönlich glaube, dass Öl noch länger eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Natürlich werden die Sparbemühungen und die Umstellung auf Strom in einigen Bereichen die Nachfrage nach Öl schmälern. Aber woher soll der ganze Strom kommen, wenn in 10 – 20 Jahre fast alle Atomkraftwerke auf dieser Welt an ihre Altersgrenze kommen? Es wird noch sehr lange einen Energiemix brauchen und fossile Brennstoffe werden uns noch mehrere Generationen begleiten, ob wir das wollen oder nicht. Ein anderer Grund für den Preiszerfall der Aktien könnte sein, dass man aktuell vor allem auf Wachstumsaktien mit Phantasie (vor allem im Technologie- und Pharmabereich) setzt. Da ist ein Ölkonzern doch einfach langweilig und wird abgestossen. Dass aber gerade «langweilige» Firmen längerfristig interessant sind, wird dann oft vergessen. Persönlich bin ich überzeugt, dass Energie auch in Zukunft ein sehr wichtiges Thema bleibt und der Markt im Moment Einstiegs- oder Aufstockungschancen bietet. Dafür braucht es eine längere Durchhaltefähigkeit.

Value Aktien kommen nicht vom Fleck
Die Börsen boomen trotz Corona. Die unendliche Liquidität, welche die Zentralbanken geschaffen haben, führt zu einem Anlagenotstand. Sehr viele Aktien haben ihre Verluste vom März schon längstens wieder wettgemacht. Über Jahrzehnte war der Value-Ansatz (in Schwächephasen günstige unterbewertete Aktien zu kaufen und zu halten) allen anderen Anlageansätzen mit temporären Unterbrüchen immer wieder überlegen. Nun kommen viele dieser Aktien (auch wie oben beschriebenen Ölfirmen) nicht vom Fleck und sind verhältnismässig günstig bewertet. Ist dieses Mal alles ganz anders? Setzt sich eine Momentum- oder Wachstumsstrategie definitiv durch und verändert sich die Firmenlandschaft total? Ich persönlich zweifle sehr stark daran. Die überwunden geglaubte Schwerkraft ist immer wieder zurückgekommen und Bewertungsphantasien können sich sehr, sehr schnell wieder in Luft auflösen. Im Moment halte ich mich immer mehr an bodenständige, «langweilige» und vernünftig bewertete Aktien. Die unendliche Phantasie überlasse ich gerne anderen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Zecken Erkrankungen 2: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Unser 2. Ratgeber ist der seltenen viralen Krankheit gewidmet, die durch den Stich/Biss einer infektiösen Zecke übertragen wird. Im Gegensatz zur Borreliose gibt es keine spezifische Behandlung, aber eine wirksame Impfung.
Das BAG überwacht die FSME seit 1988 im obligatorischen Meldesystem für Infektionskrankheiten. Es zeigen sich grosse Schwankungen (39 bis 332). Die Fallzahlen steigen und zeigen dieses Jahr (Angaben bis Ende Juli) den Höchststand.
Ein Grund dafür ist die Klimaveränderung mit milden Wintern und wärmeren Sommern. Man kann ein Informationsblatt zur Zeckenenzephalitis auf der Homepage des BAG herunterladen.
Die Erkrankung verläuft bei 70 bis 90% ohne Symptome! Ansonsten sieht man 2 Phasen: Beginn mit grippeähnlichen Symptomen, (bei den meisten Erkrankten endet damit die Infektion). Bei 20-30 % setzt die zweite Phase ein: Befall des zentralen Nervensystems (Hirnhaut oder Gehirnentzündung). Der Verlauf ist bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern.

Erscheinungsbild/Symptome:
Das FSME-Virus wird beim Biss/Stich aus der Speicheldrüse der Zecke übertragen. Nach 2 bis 20 Tagen treten in der frühen Phase (Dauer 4-6 Tage) Fieber, Kopf-, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich kommt es zu neurologischen Symptomen wie Sehstörungen. Danach folgt eine kurze Zeit ohne Beschwerden. Bei dem grössten Teil der Patienten 70 bis 80% ist damit die Erkrankung abgeschlossen.
Bei 20 bis 30% der Infizierten kommt es wenige Tage später zu einem zweiten Fiebergipfel mit bis zu 40°C Körpertemperatur. Es treten auch Zeichen einer Gehirn- und Hirnhautbeteiligung auf. Das sind z.B. starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit Lichtempfindlichkeit, Schwindel, Sprech-, Gehstörungen und Lähmungserscheinungen. Diese Erscheinungen können mehrere Monate andauern. Glücklicherweise kann es selbst nach schweren Verläufen zur völligen Ausheilung kommen. In dieser 2. Phase kommt es bei der Hälfte der Patienten zu einer Hirnhautentzündung. Andere leiden zusätzlich unter einer Entzündung des Gehirnes mit schweren Bewusstseinsstörungen und Lähmungen hin bis zur Atemlähmung. Bei 1 bis 2 % führt die Erkrankung zum Tod.

Behandlung:
Wie bereits gesagt, gibt es keine ursächliche Behandlung. Es können nur die Symptome gelindert werden. Bettruhe und allenfalls Schmerzmittel werden in den «einfacheren» Fällen gegeben, intensivmedizinische Betreuung bis zur Beatmung braucht es bei den schlimmen Verlaufsformen.

Vorbeugung:
Die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen sind immer an erster Stelle zu nennen. Daher gilt: adäquate Kleidung tragen, Repellentien = Zeckenabschreckende Sprays anwenden und Impfen!
Da bei Kindern ein milderer Verlauf beobachtet wird, gelten die Impfempfehlungen erst ab 6 Jahren.

Impfen:
Gemäss BAG ist die ganze Schweiz mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin FSME-Risikogebiet. Eine gute Zeit zum Impfen ist logischerweise in den Wintermonaten (keine Zeckenaktivität). Die Grundimmunisierung erfordert 3 Injektionen (ein zeitlich begrenzter Schutz existiert bereits nach der 2. Injektion). Die ersten beiden Impfungen werden im Abstand von einem Monat verabreicht, die 3. (je gewählter Impfstoff) 5 bis12 Monate später. Auffrisch-Impfungen werden alle 10 Jahre empfohlen. Nebenwirkungen sind selten und verschwinden in der Regel nach 1 bis 2 Tagen (Rötung, Schmerz und eine kleine Schwellung bei der Einstichstelle). Die Kosten werden von der Grundversicherung übernommen, bei beruflicher Notwendigkeit (Förster, Waldarbeiter u.a.) bezahlt der Arbeitgeber.

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