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Ratgeber

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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In dubio pro reo – Im Zweifel für den Angeklagten
Beim Grundsatz in dubio pro reo handelt es sich um ein grundlegendes Prinzip des Strafprozessrechts. Dieser Grundsatz lässt sich aus der EMRK (Art. 6 Abs. 2) und der Unschuldsvermutung der Bundesverfassung (Art. 32 Abs. 1) ableiten und hat damit Verfassungsrang. Er ist auch in der Strafprozessordnung (Art. 10 Abs. 3 StPO) kodifiziert. Das Bundesgericht führt konstant aus, der Grundsatz ‹in dubio pro reo› betreffe sowohl die Verteilung der Beweislast als auch die Würdigung der Beweise.
Als Beweislastregel bedeutet die Maxime, dass der Richter den Angeklagten freisprechen muss, wenn er nicht sämtliche schuld- und strafbegründenden Tatsachen für nachgewiesen erachtet. Es ist Sache der Anklagebehörde (Staatsanwaltschaft), die Schuld des Angeklagten zu beweisen, der Angeklagte muss nicht seine Unschuld nachweisen. Die Maxime ist verletzt, wenn der Strafrichter einen Angeklagten (explizit) mit der Begründung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen oder wenn sich (implizit) aus der Begründung des Urteils ergibt, dass der Strafrichter von der falschen Meinung ausging, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und dass er ihn verurteilte, weil ihm dieser Beweis misslang.
Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Richter nicht von einem Sachverhalt überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und unüberwindliche Zweifel bestehen bleiben, ob sich der Sachverhalt verwirklicht hat. Bestehen solche unüberwindlichen Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, dann hat das Gericht von der für die beschuldigten Person günstigeren Sachlage auszugehen. Die Maxime ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen.
In der Praxis kommt es immer mal wieder vor, dass der Grundsatz in dubio pro reo in seinen genannten Teilgehalten verletzt wird. Es ist daher wichtig, diese Verletzungen form- und fristgerecht zu rügen, was strafprozessuale Kenntnisse erfordert. Es empfiehlt sich daher für den Angeklagten, frühzeitig einen Strafverteidiger oder eine Strafverteidigerin beizuziehen. Dies auch deshalb, weil es zu den Kernaufgaben der Strafverteidigung gehört, die Sachverhaltsversion des Angeklagten vor Gericht adäquat darzustellen, alternative Möglichkeiten aufzuzeigen und Zweifel zu säen.


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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Wie könnte es nach der Corona-Pandemie weitergehen?
Die Finanzmärkte scheint die Pandemie schon länger nicht mehr wirklich zu interessieren und sie nehmen aus unserer Sicht einen grossen wirtschaftlichen Aufschwung vorweg.
Dieser Aufholaufschwung ist nicht unmöglich! Was mir aber gar nicht gefällt, ist, dass mehr oder weniger alle Anlageklassen auf Höchstständen liegen. An so etwas mag ich mich nicht erinnern und persönlich finde ich nur eine Erklärung: Die unendliche Liquidität, welche die Zentralbanken in Märkte gepumpt haben. Seit der Finanzkrise (nun rund 12 Jahre her), gab es nur eine Richtung. Nehmen wir einmal an, dass dieser Aufschwung nach der Pandemie wirklich richtig kommt. Eine höhere Nachfrage könnte auf ein nicht gleich schnell wachsendes Angebot treffen und die Preise würden steigen. Plötzlich könnte die Inflation, welche wir in den Anlagen ja schon länger sehen, auch in den Konsumgütern ankommen. Dann würde es richtig spannend, da für die hochverschuldeten Staaten höhere Zinsen sehr schwierig zu bewältigen wären. Lässt man diese weiterhin künstlich sehr tief oder würde man zügig versuchen, die aufkommende Inflation zu bekämpfen? Ob so ein Szenario gut für die Aktienmärkte ist? In der Vergangenheit kaum. Tritt der Wirtschaftsaufschwung nicht so ein, dann sind die aktuellen Marktbewertungen in keiner Weise zu rechtfertigen. Dann würde wieder nur die Liquiditätserklärung die Höhe erklären und ich komme wieder mit der alten Frage: Ist es jemals gelungen, sich selber am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen?
Es wird spannend bleiben und mich würden grössere Schwankungen nicht überraschen. Wie verhalte ich mich aber in einer solchen Phase richtig? Leider habe auch ich hier kein Patentrezept und koche (wie alle anderen) auch nur mit Wasser. Keine allzu aggressive Anlagepolitik und eine gute Diversifikation könnte das A und O sein. Mindestens sollte dies ganz grobe «Schnitzer» verhindern und einem hoffentlich nie den Schlaf rauben.
Ich wünsche Ihnen ein erfreuliches und gesundes 2021.

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Durchfall
Zum Ende vom Jahr gibt es immer viel und gutes Essen. Zum Leidwesen unseres Darmes manchmal zu viel und manchmal zu ungewohnt oder manchmal mit ungewünschten Zutaten.
Wir wissen alle, dass bei Fondue Chinoise oder Bourguignonne das rohe Fleisch nicht mit dem gekochten auf dem gleichen Teller gegessen werden darf. Der Grund sind eventuell vorhandene Viren oder Bakterien im rohen Fleisch. Der austretende Fleischsaft mischt sich mit den Sossen und wir nehmen alles gleichzeitig zu uns. Normalerweise vermag unser Magen mit seiner Säure die Nahrung soweit zu desinfizieren, dass nichts passiert. Manchmal reicht das nicht aus. Oder die ungewohnte Nahrung erscheint unserem Darm zu viel und er reagiert nach dem Motto, was zu viel ist, gehört schleunigst raus. Die Folge ist Durchfall!
Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet bei einem akuten Durchfall «auszutrocknen» im Fachchargon Dehydratation genannt. Ein Warnzeichen sind die «Stehenden Hautfalten». Man zieht bei der Hand eine Falte hoch. Wenn sie sich nicht zügig zurückbildet spricht man von eben einer stehenden Hautfalte!
Wann ist bei längeren Beschwerden ein Arztbesuch angesagt?
- Leidet ein Kleinkind unter Durchfall, müssen Sie mit ihm spätestens nach 24 Stunden zum Arzt oder direkt ins Spital. Man wird dort versuchen den Flüssigkeitsmangel (z.B. mittels Infusion) wieder auszugleichen.
Ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene gehören zum Arzt:
- wenn der Durchfall länger als 3 – 4 Tage dauert,
- wenn sich Blut im Stuhl befindet,
- wenn hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Krämpfe oder anhaltendes schweres Krankheitsgefühl hinzukommen,
- bei extremem Durst mit blassem Gesicht und erhöhtem Herzschlag,
- bei starker, ungewollter Gewichtsabnahme.
Ältere Patienten >65 Jahre sind ebenfalls eher gefährdet zu dehydrieren oder durch den Flüssigkeitsverlust mit anderen Medikamenten Komplikationen zu erleiden! Auch bei ihnen gelten die gleichen Vorsichtsmassnahmen wie bei Kleinkindern.
Kinder ab drei Jahren und Erwachsene
<65 Jahren sind eigentlich unproblematisch. Bei ihnen gilt es, den Flüssigkeitsverlust so zügig wie möglich auszugleichen. Dazu eignen sich sogenannte isotonische Getränke. In der Apotheke sind dazu Präparate erhältlich. Eine schnelle Hilfe bieten auch selbstgemischte Elektrolyt-Mischungen.
Elektrolytlösung – selbstgemischt gemäss WHO
Eine im richtigen Verhältnis gemischte Zucker-Salz-Lösung gibt dem Körper rasch die nötigen Mineralstoffe zurück, die er für wichtige Stoffwechselvorgänge braucht.
Rezept:
Geben Sie in einen Liter stilles Mineralwasser (oder abgekochtes kaltes Leitungswasser) einen Teelöffel Kochsalz und sieben bis acht Teelöffel Traubenzucker (ersatzweise Haushaltszucker). Mischen Sie alles gründlich durch und trinken Sie über den Tag verteilt insgesamt zwei Liter der jeweils frisch zubereiteten Lösung.
Als Ersatz für die WHO-Trinklösung kann man im Notfall auch folgendes Getränk leicht selbst herstellen:
- Acht nicht gehäufte Teelöffel Haushaltszucker (=Saccharose, wird im Körper in Glucose und Fructose gespalten, wenn Traubenzucker vorhanden ist, sollten Sie diesen verwenden)
- ¾ Teelöffel Salz (Kochsalz = Natriumchlorid)
-½ Liter Orangensaft (enthält ca. 0,8 g Kalium, entspricht etwa 20 mmol)
-½ Liter Mineralwasser (enthält je nach Sorte bis etwa 20 mmol HCO3-).
Anstelle von dieser Menge Flüssigkeit können Sie auch Kräuter- oder Früchtetee verwenden
Wichtig ist, dass Sie bei der Zubereitung die empfohlene Flüssigkeitsmenge einhalten, da die Lösung sonst nicht die optimale Konzentration aufweist. Die fertige Lösung hält sich im Kühlschrank bis zu 24 Stunden. Anschliessend sollten Sie sie neu ansetzen.
Da bei der Herstellung einer solchen Lösung erfahrungsgemäss Fehler vorkommen können, ist die Zusammensetzung nicht immer ideal. Insbesondere bei der Behandlung von Kindern ist ein optimaler Elektrolytersatz wichtig. Für sie sind selbst zubereitete Lösungen daher weniger empfehlenswert, auch weil der selbstgemischten Lösung Zitrat und Kalium fehlen.
Die Trinkmenge sollte etwa 40 ml/kg Körpergewicht innerhalb von 24 Stunden betragen (macht z. B. bei einem Körpergewicht von 75 kg drei Liter pro Tag).
Bleiben Sie gesund!
Frohe und genussvolle Festtage im Kreise Ihrer Lieben wünscht Ihnen
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Aktienmärkte auf Rekordjagd
2019 haben die meisten Aktienmärkte um die 25-30% zugelegt. Die Gewinne der Firmen bewegten sich in der Summe nur minim aufwärts. Der Preis, den wir für die Aktien bezahlen, hat sich somit um rund 25% erhöht gemessen an den Gewinnen.
Wie sieht das im fast schon vollen Aktienjahr 2020 aus? Nach starken Kursverlusten im Frühjahr, ausgelöst durch die Angst vor der sich anbahnenden Corona-Pandemie, stiegen die Indices weltweit wieder stark an, teilweise sogar über den Stand von Anfang Jahr. Der S&P500 beispielsweise steht aktuell mehr als 15% im Plus. Die Gewinne der S&P500 Firmen hingegen stehen trotz Erholung im 3. Quartal per Ende September noch fast 30% im
Minus gegenüber dem Jahresanfang. Die Bewertungsschere ist somit über diese knapp zwei Jahre etwa 100% aufgegangen. Auch wenn wir den Corona-Gewinn-einbruch weglassen, bleibt eine höhere Bewertung von mehr als 40% vs. Anfang 2019.
Mit den bald verfügbaren und offenbar recht effektiven Impfstoffen scheint eine weitere Erholung der Realwirtschaft plausibel und im Sommer 2021 könnte die Wirtschaft wieder auf vollen Touren laufen. Davor aber müssen wir noch durch den Winter kommen. Reicht das, um weitere Kursgewinne zu rechtfertigen? Unsere unzweideutige Meinung ist Nein.

Der verstorbene Börsenaltmeister André Kostolany verglich das Verhältnis zwischen der Wirtschaft und der Börse einmal mit einem Mann, der mit seinem Hund Gassi geht. Der Hund läuft manchmal dem Herrchen voraus, manchmal hinterher. In der Summe jedoch bewegen sich beide in der gleichen Zeit vorwärts. Wo stehen Hund und Herrchen im Moment?
Seit der Finanzkrise vor 12 Jahren haben die Zentralbanken dem Aktienmarkt mit immer extremeren Liquiditätseinschüssen eine immer längere Leine gegeben und die Börse ist seinem Herrchen, der Realwirtschaft, weit vorausgelaufen. Der Abstand scheint so gross zu sein wie kaum je in den letzten 100 Jahren. Machen die Zentralbanken die Leine noch länger? Wer weiss. Dass mit so einer langen Leine die Kontrolle des Herrchens über den Hund immer kleiner wird, ist das eine (und ein Thema für einen anderen Ratgeber). Aber reicht das auch aus, dass der Hund seinem Herrchen noch weiter voraus läuft? Nicht unbedingt. Hunde haben die Angewohnheit, dass sie manchmal auch bei langer Leine wieder zum Herrchen zurückkommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienmarkt zurückkommen wird, erachten wir als deutlich grösser als dass die Realwirtschaft plötzlich zum Spitzenmarathonläufer mit Sprinterqualitäten wird und eine weiterlaufende Börse einholt. Wir würden deshalb zu Gewinnmitnahmen raten.

Steuern sparen
Wer als Erwerbstätiger dieses Jahr noch keine Einzahlung in die dritte Säule gemacht hat, dies aber noch tun will, muss sich sputen. Eine Einzahlung in die Säule 3a (oder auch ein Einkauf in die Pensionskasse) kann sich aus steuerlichen Gründen lohnen. Der Maximalbetrag beträgt 2020 Fr. 6826 (bzw. für Selbständigerwerbende 20% vom Erwerbseinkommen). Der einbezahlte Betrag darf beim steuerbaren Einkommen geltend gemacht werden und senkt somit die Steuerrechnung. Erst bei der künftigen Auszahlung wird eine Steuer fällig, und dies zu einem Vorzugssatz von 30% beim Kanton bzw. 20% beim Bund.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Viren und ihr Wirt
Der Winter ist nun auch bei uns angekommen, wir hatten einen ersten Frost zu Besuch. Und wie jedes Jahr freut das auch die Viren.
Viren sind winzig, bis zu 100 mal kleiner als Bakterien. Sie haben keine eigenen Zellen und keinen eigenen Stoffwechsel und können sich alleine nicht vermehren. Genau genommen gehören sie deshalb auch nicht zu den Lebewesen. Sie brauchen für die Vermehrung immer einen Wirt, an dessen Zellen sie andocken können, und dann lassen sie für sich arbeiten. Diese Wirtszellen führen dann nicht mehr ihren eigenen Stoffwechsel durch, sondern produzieren im Dienste des Virus weitere Viren.
Das Virus ist also ohne den Wirt ziemlich verloren. Entscheidend für den Verlauf einer Virusinfektion ist der Zustand des Wirts-Organismus. Solange es dem Menschen psychisch, physisch und mental gut geht, kann er sich schnell gegen Viren durchsetzen und Antikörper bilden. Deshalb setzt die Naturmedizin bei der Stärkung des potenziellen Wirts, also dem Menschen, selber an.
Ein Ausflug ins vernetzte Denken: Wir sind Teil eines grossen Systems, der Mensch ist ein Untersystem der Natur und damit den Gesetzen der Natur unterworfen. Alles, was im System geschieht, beeinflusst auch uns direkt. Ein einziger Störfaktor im System führt selten zu einer Erkrankung. Wenn aber mehrere Faktoren zusammenkommen, wird das Immunsystem und der gesamte Organismus geschwächt und angreifbar. Wer gut zu sich schaut, erhöht die «Anpassungsbreite» des Organismus und der Körper kann neue Herausforderungen, wie beispielsweise eine Virusinfektion, besser bewältigen.
Schon im 15. Jahrhundert hat Paracelsus die sechs «res non naturales» beschrieben, sechs äussere Einflüsse des grossen Systems, die unsere Gesundheit beeinflussen: Speise & Trank, Licht & Luft, Schlafen & Wachen, Arbeit & Ruhe, Ausscheidungen sowie Leidenschaften & Gefühle.
Schränken Sie sich in der momentanen Situation zu sehr in diesen sechs Punkten ein, zum Beispiel, weil Sie sich vor einer Infektion schützen möchten, so schwächen Sie damit Ihr Immunsystem. Achten Sie also nicht nur auf die Vermeidung einer möglichen Ansteckung, sondern achten Sie auf sich selber.
Kleine Checkliste:
• Essen und trinken Sie entsprechend Ihren Bedürfnissen ruhig und regelmässig und am besten in guter Gesellschaft?
• Bewegen Sie sich mindestens eine halbe Stunde täglich an der frischen Luft?
• Haben Sie einen erholsamen Schlaf und sind Sie am Morgen erfrischt und präsent?
• Ist Ihr Tagwerk erfüllend? Sind Sie am Abend zufrieden und müde?
• Sind Sie emotional ausgeglichen?
• Sind Ihre Ausscheidungen regelmässig?
• Pflegen Sie einen echten und bereichernden Austausch mit Partner, Familie, Freunden und Bekannten?
Ich wünsche gute Gesundheit.
Die Schlempe
Ein bewährtes allgemeines Hausmittel zur Kräftigung und Stärkung der Abwehr
1 Liter Wasser
1 EL frischer Ingwer, geschält
3 ganze Zitronen, bio, ganz, mit Schale
½ Knolle Knoblauch, geschält
50 g frische Kurkuma-Wurzel geschält
20 schwarze Pfefferkörner, gestossen oder 1 TL Angelikawurzel (Angelicae radix, aus der Drogerie)
Alles klein hacken, im Wasser kurz aufkochen (Deckel zu). 20 Minuten gedeckt ziehen lassen. Wahlweise absieben oder gesamthaft in dunkle Flaschen füllen.
Zur Vorbeugung 1 Schnapsglas täglich, bei akutem Infekt 3-4 Schnapsgläser über den Tag verteilt trinken. Pur oder mit warmem Wasser verdünnt. Während oder nach dem Essen.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Ärgernis Laub
Wie jedes Jahr im Herbst, fallen die Blätter von den Bäumen und Sträuchern. Damit beginnt für einige Nachbarn der Ärger. Wer muss das Laub der Nachbarpflanzen kehren? Dürfen überhängende Äste abgeschnitten werden? Oder kann gar die Fällung des Baumes verlangt werden?
Gemäss Gesetz sind Einwirkungen vom Nachbargrundstück, wie beispielsweise herabfallende Blätter, vom Verursacher zu beseitigen, wenn diese übermässig sind. Ob eine Einwirkung übermässig ist, hängt dabei von der Lage und Beschaffenheit des Grundstücks sowie vom Ortsgebrauch ab. Das Bundesgericht hat in konstanter Rechtsprechung entschieden, dass Blätter und andere pflanzliche Immissionen im Herbst grundsätzlich als ortsüblich gelten und geduldet werden müssen. Dies deshalb, weil das Laub nur eine begrenzte Zeit anfällt und deshalb keine dauerhafte Störung vorliegt. Das bedeutet, dass der Eigentümer der Bäume und Sträucher nicht verpflichtet werden kann, das Laub im Nachbargarten aufzunehmen.
Überragende Äste können sodann nur abgeschnitten werden, wenn sie das Eigentum schädigen und vom Nachbarn nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt werden.
Eine Schädigung liegt bei einer übermässigen Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks vor. Herabfallendes Laub wird dabei normalerweise nicht als übermässig beurteilt. Wer sich also über das Laub in seinem Garten ärgert, kann somit nicht einfach zur Schere greifen.
Abstandsvorschriften für Bäume und Sträucher sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt. Sind Abstandsvorschriften verletzt, so steht dem betroffenen Nachbarn ein Anspruch auf Beseitigung des Baumes zu, sofern dieses Recht noch nicht verjährt oder verwirkt ist. Der Kanton Aargau kennt keine Verjährungsfrist. Hat der Nachbar den Baum jedoch noch keine 30 Jahre lang geduldet, so kann der Nachbar den Beseitigungsanspruch vor Gericht durchsetzen und die Fällung des Baumes verlangen.


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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Gar nichts führt zu Kurskorrekturen
Weder neue Lockdowns, welche kaum Rückenwind für die Wirtschaft darstellen, noch die «komischen» Wahlen in den USA, bei welchen immer noch auf dem rechtlichen Weg gekämpft wird, können den Aktienmärkten im Moment etwas anhaben. Der Markt will rauf, ob man es nachvollziehen kann oder nicht, spielt gar keine Rolle. Aktien werden gekauft, weil man sie in ein paar Monaten teurer verkaufen kann, nicht weil die Firmen ein Wachstum hinlegen oder neue, viel bessere Produkte bringen. Solche Phasen gab es in der Vergangenheit schon mehrfach. Diesmal speziell ist die Breite. Mehr oder weniger alle Anlagekategorien steigen und steigen im Preis. In der Vergangenheit waren das häufiger einzelne Anlagekategorien und nicht gesamte Märkte. Weiter tanzen, solange die Musik spielt, das scheint das Motto zu sein und die immense Liquidität scheint das Schwerkraftprinzip der Physik auszuschalten. Aber nochmals: Das perpetum mobile gibt es nicht und was hoch abhebt, kann auch böse fallen. Nun ist einfach die schwierige Frage, wie weit stecken wir bereits in dieser Aufwärtsspirale? Die Vergangenheit hat mehrmals gezeigt, dass die Preise am Schluss noch fahnenstangenmässig weiter ansteigen, bevor sie dann oft für längere Zeit in die andere Richtung gehen. Sind wir schon in der «Fahnenstangenphase»? Aus meiner Sicht ja, aber wie lange ist die Fahnenstange?

Wie kann man eine sinnvolle Absicherung machen?
Überlegungen über Depot- oder Aktienabsicherungen können Sinn machen. Nicht immer will man seine Aktien verkaufen, strebt aber eine (Teil-)Absicherung seiner Anlagen an. Hier können sich Derivate eignen. Ohne abschliessend zu sein, gibt es folgende Möglichkeiten: 1. Put-Optionen auf einzelne Aktien oder Indices. 2. Futures oder Minifutures auf Aktien oder Indices. 3. Produkte auf Volatilität.
Put-Option: Hier kauft man das Recht, in einer gewissen Zeit, eine Aktie oder Index zu einem definierten Preis verkaufen zu können. Dafür zahlt man einen Preis. Wenn man das Recht nicht ausübt, verfällt die Option. Für eine solche Absicherung muss man ein recht gutes Timing haben, da der Zeitwert unweigerlich gegen einen läuft oder man immer wieder neue Optionen kaufen muss, da sonst die Absicherung ausläuft.
Futures oder Minifutures (zur Absicherung): Hier verkauft man ein Finanzprodukt mit einem gewissen Hebel auf Aktien oder einen Index. Der Vorteil: Es gibt keine Prämie für einen Zeitwert und das richtige Timing ist weniger wichtig. Für Futures braucht es aber eine Kreditlimite und sie eignen sich eher für grössere Absicherungen. Mit Mini-Futures kann man auch mit kleineren Beträgen Teilabsicherungen machen.
Volaprodukte: Es hat sich gezeigt, dass starke Einbrüche mit einer schnell und stark ansteigenden Volatilität korrelieren. In der Theorie ist das einleuchtend. Das richtige Produkt aber zu finden, ist nicht ganz einfach, da auch hier viele Produkte ihre speziellen Tücken haben.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Saisonale Grippe (Influenza)
Dieser Ratgeber ist der echten Influenza gewidmet!
Die echte Grippe ist von den grippalen Infekten (einer «Erkältung») klar abzugrenzen. Es handelt sich bei beiden um ähnliche Symptombilder, aber bei den grippalen Infekten sind zweifelsfrei keine Grippe-Viren an der Erkrankung beteiligt!
In der Nordhemisphäre (unseren Breitengraden) zirkulieren die Viren in der Regel von Anfang Oktober bis Mitte Mai. Es werden jeweils sehr viele Menschen krank. Die Zahlen zeigen, dass jährlich 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung betroffen sind. Bereits bei sechsjährigen Kindern wurde in den Niederlanden mindestens eine Infektion mit einem Grippevirus nachgewiesen. Was uns klar zeigt: Es trifft jeden irgendwann einmal!
Bei den Viren handelt es sich vorwiegend um Viren der Gruppe Orthomyxoviridae und den Gattungen Influenzavirus A oder B. Die Gruppe A zweigt sich in diverse Subtypen auf und bei der Gruppe B sieht man 2 Stammlinien: Victoria und Yamagata. Selten kommen Influenza-Viren C und D als Erreger der Grippe vor.
Das Robert-Koch-Institut in Deutschland beobachtet offiziell seit zirka 20 Jahren die Entwicklung der Grippe. Die dazu nötigen Zahlen werden durch speziell ausgesuchte Arztpraxen erhoben und gemeldet. Wir in der Schweiz haben im BAG ein vergleichbares System und erhalten ebenfalls wöchentlich Informationen über den Stand der Dinge.

Übertragung
Das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Mundes und der Augen in den Körper ein. Dieser leichte Übertragungsweg
über den
– direkten Kontakt wie Niesen, Husten und über einen Händekontakt
– indirekten Kontakt über Gegenstände, die berührt werden (Türklinken usw.),
erklärt auch die Häufigkeit der Erkrankung. Speziell in den kalten Monaten sind wir in geschlossenen Räumen einer hohen «Virenlast» ausgesetzt.
Im Besonderen weiss man, dass die «Tröpfchen-Infektion» über grössere Tröpfchen (direkt) passiert. Die Grösse der Tröpfchen zwingt sie, innert 2 Metern nach unten zu sinken. Sie verkleben dann mit den Oberflächen, auf denen sie landen. Wenn die Tröpfchen aber bereits in
der trockenen und warmen Raumluft getrocknet sind, können die darin enthaltenen sehr kleinen Viren als «Aerosol» über weite Strecken in der Luft schweben und stundenlang gefährlich bleiben. Das ist das Problem unserer Räume in den Wintermonaten: trockene, warme Luft mit niedriger Luftfeuchtigkeit!
Diese Übertragungswege erklären auch die zurzeit geltenden Vorsichtsmassnahmen:
– Abstand: Ein mindestens 2-Meter-Abstand verringert das Risiko der direkten Kontamination durch «grosse» Tröpfchen
– Maske tragen: Die Masken halten die beim Sprechen und Atmen ausgestossenen Tröpfchen zum grossen Teil zurück. Sie bleiben am und im Filtermaterial kleben; je nach Qualität der Masken können auch die Aerosol-Partikel zurückgehalten werden. Das passiert sowohl beim Ausatmen als auch beim Einatmen! Aber nicht nur die Qualität der Masken ist wichtig, auch das richtige Tragen. Die Maske muss
eng anliegen und die Luft muss wirklich gefiltert ein- und ausgeatmet werden! Das anschliessend korrekte Entsorgen verringert ebenfalls die Virenlast. (Bei den gesunden Personen: aussen auf aussen zusammenfalten und zuhause entsorgen, ansonsten immer so entsorgen, dass niemand sie berühren kann.)
– Augen schützen: Ausnahmsweise sind jetzt die Brillenträger im Vorteil, ansonsten helfen Gesichts-Masken, die wie Schilde oder grosse Brillen getragen werden.
– Lüften: Damit wird die Aerosol-Konzentration in den Räumen verringert, die Luft befeuchtet und kurz die Temperatur vermindert.
– Desinfizieren: Wenn möglich keine Gegenstände berühren, ohne danach die Hände zu desinfizieren! Aber auch die Gegenstände, die von vielen Menschen berührt werden, regelmässig reinigen und desinfizieren.
– Allgemein häufig die Hände mit einer milden, hautfreundlichen, rückfettenden Seife waschen, sauber abspülen und anschliessend
pflegen (mit einer gut verträglichen Handcreme). Die Haut wird durch die Hygienemassnahmen strapaziert und braucht die anschliessende Pflege. Auch unter den Masken muss die Gesichtshaut gepflegt werden. Nach dem üblichen Reinigen sollte eine gute
Gesichtscreme verwendet werden. Sie muss pflegen und darf nicht zu fettend sein.
Im nächsten Ratgeber gehen wir auf die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten genauer ein.
Bitte helfen Sie alle mit, um in dieser Zeit gesund zu bleiben. Wir und alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, helfen gerne mit Beraten.

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Nichts zu den US-Wahlen?
Ein Ratgeber, der nicht auf das derzeitig alles beherrschende Thema der amerikanischen Wahlen eingeht, was soll das? Zum Ersten haben diejenigen, die sich dafür interessieren, sicher schon alles darüber gelesen (oder können auch unsere Kurzanalyse auf unserer Homepage ruetschi-ag.ch unter der Rubrik Finanzmarktberichte nachlesen). Zum Zweiten sind die Wahlen zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Ratgebers noch nicht entschieden.
Und zum Dritten gibt es Entscheide, die langfristig wichtiger für eine gute Anlageperformance sind und die man vor allem selber treffen kann.

Auswahl eines Vermögensverwalters
Worauf sollte ich achten, wenn ich meinen Vermögensverwalter auswähle? Woran lassen sich überzeugende Vermögensverwalter erkennen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Artikel der NZZ letztes Jahr (Autor Michael Schäfer, 8. Mai 2019). Er zitierte einige Indikatoren aus Analysen vom unabhängigen Beratungsunternehmen «Zwei Wealth».

Grosse Unterschiede
Die Daten zeigen zuerst mal, wie wichtig es ist, sein Portfolio von einem guten Anbieter verwalten zu lassen. Die Ergebnisse der Vermögensverwalter unterscheiden sich teilweise sehr stark.

Banken schneiden schlecht ab
Es gibt gemäss den Analysen nicht das «eine» Profil des erfolgreichen Vermögensverwalters. Unterschiede und Indikationen gibt es aber durchaus. Die Analyse hat die Vermögensverwalter in drei grobe Gruppen eingeteilt: Bei den «spezialisierten Asset-Managern» (Kerngeschäft VV, oftmals spezialisiert auf gewisse Themen, nicht selten mit eigenen Fonds) ist der Anteil an «empfehlenswerten Vermögensverwaltern» am höchsten, knapp dahinter die «unahängigen Vermögensverwalter» (Kerngeschäft VV, oftmals etwas kleiner, eher Generalisten). Dagegen fallen die Banken als dritte Gruppe deutlich ab. Woher kommen diese Unterschiede?

Indikationen für Qualität im Anlageprozess
Je einfacher ein Portfolio strukturiert ist, umso wahrscheinlicher sind gute Resultate. Bei Verwaltern, welche nur auf Aktien, Obligationen und liquide Mittel setzen, wurde ein grosser Anteil als empfehlenswert eingestuft. Werden zusätzlich Hedgefunds oder Private Equity eingesetzt, sinkt dieser Anteil. Konsequenzen hat auch die Wahl der im Portfolio verwendeten Instrumente. Markante Vorteile zeigen sich bei den Managern, die vor allem auf Direktanlagen sowie auf günstige, passiv verwaltete Fonds (ETF) setzen. Dies erklärt sich vor allem damit, dass diese Instrumente deutlich günstiger sind als aktiv verwaltete Fonds oder strukturierte Produkte.

Kosten, Kosten, Kosten…
Überhaupt sind Kosten ein wichtiges Kriterium, wenn es um den Anlageerfolg geht. Aber vergleichen Sie Äpfel mit Äpfel. Nebst oben angesprochenen teilweise versteckten Produktkosten fallen Transaktionskosten (Courtagen), Depotgebühren und die eigentlichen Vermögensverwaltungskosten an. Manche Anbieter verpacken diese Kosten in eine All-In-Fee. Gerade bei unabhängigen Vermögensverwaltern ist es relevant, ob sie mit der Depotbank gute Sonderkonditionen für ihre Kunden ausgehandelt haben.

Grösse ist irrelevant
Der Artikel schliesst mit folgender Aussage: «Zwar hat man keine Garantie, bei einem besseren Vermögensverwalter zu landen, wenn man auf die genannten Kriterien achtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, ist jedoch deutlich höher, als wenn man die Attribute ignoriert und den Verwalter aufgrund des Namens, der örtlichen Nähe oder der Grösse wählt. Letztere, gemessen an der Höhe der verwalteten Gelder, ist anscheinend irrelevant.»

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Coronavirus im arbeitsrechtlichen Fokus
Die anhaltende Coronavirus-Situation stellt sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber vor grosse Herausforderungen. Die Fallzahlen steigen rapide an und die Massnahmen werden wieder verschärft. Das Coronavirus hat sowohl unsere privaten Gewohnheiten als auch unsere Arbeitswelt verändert. Eine grosse Verunsicherung schwebt wie eine dunkle Wolke über einen jeden von uns. Was ist zu tun, wo bin ich sicher, wie achte ich auf meine Gesundheit, was sind meine Rechte und Pflichten? Diese und andere Fragen beschäftigen uns alle.
Jedoch können Sie jetzt aus Angst, angesteckt zu werden, als Arbeitnehmer nicht einfach der Arbeit fernbleiben. Eine andere Frage ist, ob eine Haftung des Arbeitgebers besteht, wenn Sie sich am Arbeitsplatz anstecken. Gestützt auf das Arbeitsrecht ist der Arbeitgeber verpflichtet, seinen Arbeitnehmern Schutz und Fürsorge zu verschaffen. Ob nun im Falle einer Ansteckung am Arbeitsplatz der Arbeitgeber seiner Sorgfalts- und Fürsorgepflicht nachgekommen ist oder nicht, um die berechtigten Interessen des Arbeitnehmers zu schützen, muss jeweils im Einzelfall geprüft werden. Aufgrund der Fürsorgepflicht ist der Arbeitgeber in der Coronakrise in jedem Fall angehalten ein Schutzkonzept zu erstellen, für die Einhaltung der Hygieneregeln und Abstandsvor-schriften zu sorgen und bei Bedarf Schutz-ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Aber auch Arbeitnehmende sind aufgrund ihrer Treuepflicht verpflichtet, ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten und nach Möglichkeit gesund zu bleiben und den Empfehlungen und Regeln Folge zu leisten.
Wenn ein Betrieb nun aufgrund einer behördlichen Massnahme geschlossen wird und die Mitarbeitenden unter Quarantäne gestellt werden, handelt es sich um eine unverschuldete Verhinderung an der Arbeit. Falls die Arbeit nicht im Home-Office erledigt werden kann, ist der Lohn des Arbeitnehmers trotzdem geschuldet. Bei einer freiwilligen Quarantäne gibt es aber kein Anrecht auf Lohnfortzahlung. Die Lohnfortzahlung ist dagegen gewährleistet, wenn die Quarantäne von einem Arzt oder durch die kantonalen Behörden angeordnet worden ist. Wenn Sie nun aber an Covid erkranken, liegt der Grund für die Arbeitsunfähigkeit in den persönlichen Verhältnissen. Falls Sie als Arbeitnehmer selber den Verdacht haben, ansteckend zu sein, da Sie vielleicht Symptome aufweisen, können und sollten Sie in dieser Situation wie in jedem anderen Krankheitsfall zu Hause bleiben und dies ihrem Arbeitgeber mitteilen.
Zur Verringerung des wirtschaftlichen Risikos beantragen nun viele Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmenden, welche in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis stehen, Kurzarbeit. Lehnt ein Mitarbeitender die Kurzarbeit ab, so bleibt dem Arbeitgeber unter Umständen nur die Kündigung übrig. Die Kurzarbeit soll dabei die eingeschränkte Fortzahlung der Löhne für eine bestimmte Zeit sichern. Aber auch Betriebe mit Angestellten mit befristeten Verträgen oder im Stundenlohn können Kurzarbeit anmelden, damit diese nicht ihre Arbeitsstelle verlieren. Bei Personen im Pensionierungsalter sieht es anders aus. Da diese Altersgruppe keine Beiträge mehr in die Arbeitslosenversicherung ALV bezahlt, entfällt das Anrecht auf eine Kurzarbeitsentschädigung für diese Angestelltengruppe. Arbeitgeber sind verpflichtet, bei diesen Personengruppen mit geeigneten Massnahmen für Arbeitsverhältnisse zu sorgen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Zecken-Erkrankungen 3: Tularämie (Hasenpest)

Unser 3. Ratgeber ist der noch seltenen Krankheit Tularämie gewidmet. Ich habe diese Erkrankung das erste Mal im Fernsehen bei «Ärzte gegen Internet» kennen gelernt. Da sie ebenfalls von Zecken übertragen werden kann, darf sie in dieser «Serie» nicht fehlen. Die Erkrankung ist ebenfalls meldepflichtig.
Es ist eine Tierkrankheit, die gelegentlich auf den Menschen übertragen wird. Der Name Hasenpest zeigt, wer das eigentliche «Opfer» ist: verschiedene kleine Säugetiere (wildlebende Hasen, Kaninchen und Nagetiere wie Mäuse, Ratten oder Eichhörnchen). Das Beschwerdebild ähnelt der Pest: eiternde, nicht heilende Wunden wie Beulen mit Lymphknotenbeteiligung. Der Name Tularämie wurde von dem «entdeckenden» Arzt namens Edward Francis gegeben. Er arbeitete in Tulare in Kalifornien USA. Das Bakterium heisst daher Francisella tularensis. Es ist hochansteckend, sehr klein und kälteresistent. Es wird durch Wärme und die üblichen Desinfektionsmittel zerstört

Übertragung:
Über direkten und indirekten Kontakt mit infizierten Tieren (auch beim Jagen, Enthäuten oder Schlachten). Der indirekte Weg geht über Stiche oder Bisse von Parasiten der infizierten Tiere wie Zecken, Flöhe etc. oder durch das Einatmen erregerhaltigen Staubes (verunreinigtes Heu, Silofutter, Erde, Staub etc.).

Krankheitsbild/Symptome:
Bei Tieren verläuft die Erkrankung meist tödlich. Haushunde oder Hauskatzen scheinen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein. In seltenen Fällen kommt es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Leber-, Milz- und Lymphknotenschwellung, Gelbsucht, Schnupfen etc. Die erkrankten Tiere werden wie die Menschen mit Antibiotika behandelt.
Bei den Menschen tritt die Krankheit nach 3 bis 5, selten erst nach 21 Tagen auf. Die Symptome sind Fieber, fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle mit einer Lymphknotenschwellung. Beim Einatmen des Erregers treten hohes Fieber auf und Entzündungen in den betroffenen Organen (meist die Lunge, Lungenentzündung).

Diagnose:
Der Erreger kann im Labor nachgewiesen werden (über eine Anzucht auf Nährmedien oder direkt über Nukleinsäure-Nachweisverfahren und Antigen-Nachweise).

Therapie:
In der Regel mit Antibiotika, je nach Situation wird das geeignetste ausgewählt. Da es sich um eine schwere lebensbedrohende Erkrankung handelt, insbesondere bei der inneren Form, ist eine Therapie unumgänglich! Ohne antibiotische Behandlung ist die Sterblichkeits-Rate über 30%. Die amerikanischen Tularämie-Formen sind noch deutlich gefährlicher (virulenter).
Eine überstandene Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität!

Vorbeugung:
Es existiert in den USA ein abgeschwächter Lebendimpfstoff, der aber in Europa nicht erhältlich ist. Bei einer wahrscheinlichen Exposition (z.B. in einem Labor)kann man eine medikamentöse Prophylaxe erwägen. Beim Auftreten von Symptomen wird therapiert.

Zecken allgemein:
Zu den Überträgern zurückkehrend ist in der Schweiz eine Präventions-App zu Zecken für Smartphones erhältlich. Interessierte können sie auf ihr Handy laden. Sie gibt viele Informationen rund um Zecken. Z.B. wie sie entfernt werden können, was dann zu tun ist und vieles mehr.

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