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Ratgeber

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Zecken-Erkrankungen

Wir haben bereits einen Ratgeber über Zecken publiziert. Sie können ihn auf unserer Homepage in der Rubrik Ratgeber unter Z nachlesen. Dort lesen Sie das Wichtigste über diese unangenehmen Tiere. Wir haben in den letzten Wochen vermehrt mit Zeckenbissen zu tun bekommen, darum möchten wir erneut auf dieses Thema eingehen:

Rechtliches:

Ein Zeckenbiss (oder Zeckenstich) ist ein Unfall! 

In der Schweiz (als einzigem Land in Europa) ist die Unfallversicherung für die Finanzierung auch der Folgeerkrankungen zuständig. Dabei handelt es sich um die folgenden Krankheiten: 

- Borreliose / Lyme-Krankheit 

- FSME = Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Hirnhautentzündung und die 

- Tularämie.

Wenn ein Arztbesuch nötig wird aufgrund eines Zeckenbisses, ist die Unfallversicherung für die Finanzierung des Ereignisses zuständig. Das heisst für Sie als Betroffene oder Betroffener: Melden Sie den Arztbesuch Ihrer Unfallversicherung. Je nach Ihrer Situation ist das die Unfallversicherung Ihres Betriebes (SUVA ist die bekannteste) oder die Unfallversicherung ist in Ihrer Krankenversicherung eingeschlossen.

Arztbesuch:

Nach der baldmöglichsten Entfernung der Zecke muss die Stelle desinfiziert werden. Man sollte möglichst ein Foto machen, das Datum notieren und in den kommenden Wochen die Stelle mindestens einmal täglich kontrollieren. 

Mögliche Beschwerden:

- Tritt eine Hautrötung auf, die sich ver-grössert und wandert (Wanderröte) oder 

- zeigen sich Kopf-, Gelenk- oder grippeartige Beschwerden, oder es zeigt sich eine

- fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle (es heilt nicht, sondern wird immer schlimmer), ist ein Arzt aufzusuchen!

Gemäss Information vom BAG sind in der Schweiz 5 bis 30% (stellenweise bis zu 50%) der Zecken Träger von Borrelien (ein Bakterium) und etwa 0,5% Träger des FSME-Virus. Die Tularämie oder Hasenpest wird ebenfalls durch ein Bakterium verursacht. 

Ein Exkurs zum Thema Infektionskrankheiten. Ausbrüche, Epidemien, Pandemien gemäss BAG 

Viren und Bakterien sind allgegenwärtig. Das haben wir gerade schmerzlich deutlich erlebt. Von einem Ausbruch spricht man, wenn eine bestimmte Krankheit innerhalb einer begrenzten Gemeinschaft, Region oder Saison vermehrt auftritt. Wir erleben das normalerweise bei Salmonellen oder Noroviren. Durch eine genaue Abklärung bei den Betroffenen kann die Quelle gefunden und anschliessend beseitigt werden. Damit ist der Ausbruch normalerweise beendet.

Epidemie:

Eine Infektionskrankheit tritt stark gehäuft, örtlich und zeitlich begrenzt auf. Bei uns in der Schweiz betrifft das die saisonale Grippe, Lyme-Borreliose, FSME oder auch in städtisch geprägten Regionen sexuell übertragbare Krankheiten. Das BAG analysiert diese Fälle, bewertet die Risiken und erstellt dazu epidemiologische Berichte, die zu Impfempfehlungen, Bekämpfungsstrategien oder Präventionsprogrammen führen.

Pandemie:

Hier handelt es sich um die Ausbreitung einer bestimmten Infektionskrankheit in vielen Ländern oder sogar Kontinenten. Das erleben wir gerade! Bis anhin gab es nur Empfehlungen zu Hygienemassnahmen oder zu Prävention oder Behandlung.

Im momentanen Pandemie-Fall sind die Informationen über die Erkrankung als solche, den Verlauf etc. zu wenig bekannt, um unveränderbare Anweisungen zum Verhalten der Bevölkerung zu geben.

Die Abstandsregelung und die Hygiene-Massnahmen waren eine erfolgreiche Strategie, die Infektionszahlen herunter-
zubringen. Die Zukunft wird weitere Strategien zeigen.

Zum Thema Epidemie, wie es die Zahlen zu den Krankheiten der zeckenübertragenden Krankheiten zeigen, werden wir in den kommenden Ratgebern sprechen. Zum Thema Prävention haben wir bereits im ersten Ratgeber Tipps gegeben. Zeckenspays helfen die Plagegeister fernzuhalten. Es gibt verschiedene dafür zugelassene Wirkstoffe: 

- DEET: nicht zu empfehlen bei Menschen mit empfindlicher Haut und bei Kindern unter 2 Jahren (allergische Reaktionen sind bei diesem Wirkstoff vermehrt beschrieben worden).

- Icaridin oder Citridiol sind in ihrer Wirkung mit DEET vergleichbar und sind viel hautverträglicher. Einzelne Produkte können bereits bei Kindern ab 1 Jahr angewendet werden. 

Alle Produkte wirken zeitlich begrenzt und können keine absolute Garantie geben nicht gebissen oder gestochen zu werden. Es muss trotzdem immer nach einem Aufenthalt im Freien, in Waldnähe, der ganze Körper gut kontrolliert werden. 

Bleiben Sie gesund! Ihr Team der Vinzenz Apotheke – Eine Quelle der Gesundheit

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Die Bullen kämpfen mit den Bären

Am Montag, 15. Juni, standen die US-Aktienmärkte vorbörslich bei -3%. Bis zum Closing drehten sie ins Plus von +0.8%. Am Dienstagmorgen standen sie vorbörslich weitere +3.0% im Plus. Mit anderen Worten haben sie in 24 Stunden um über +6.5% zugelegt. In den Tagen zuvor waren sie allerdings auch unter Druck gekommen.

So starke Bewegungen gibt es nicht oft, v.a. wenn kaum Neuigkeiten vorliegen (die meist wenigstens im Nachhinein als Begründung herhalten dürfen). Nicht nur einzelne Investoren scheinen offenbar Mühe zu haben, den aktuell plausiblen Kurs einzuschätzen, selbst der Markt en bloc weiss offenbar nicht mehr, was denn der «richtige» Kurs sein soll.

Gewinne und Aktienkurs

Dass Tagesschwankungen nicht vorhergesehen werden können, ist nichts Neues. Etwas besser ist die Trefferquote, wenn man versucht, die längerfristigen Bewegungen an den Aktienmärkten mit der Entwicklung der Realwirtschaft zu erklären. Das ist auch nicht erstaunlich, denn Aktienbesitz bedeutet, dass man einen Teil einer Firma besitzt und eine Firma ist deshalb etwas wert, weil sie Gewinne erzielt, welche wiederum dem Eigentümer gehören. Wenn also langfristig die Gewinne steigen, steigt auch der Wert der Firma. Vergleiche über Jahrzehnte zeigen denn auch, dass die Gewinne langfristig ähnlich stark steigen wie der Kurs des Gesamtmarkts.

Finanzmärkte lösen sich von Realwirtschaft

Diese Relation ist aber in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht geraten. Das Wachstum der Gewinne vermag seit ein paar Jahren nicht mehr mit den starken Kursanstiegen der Aktien mitzuhalten. Viele Marktbeobachter nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen, dass die exzessive Geldmengenausweitung der Zentralbanker die Finanzmärkte gefährlich von der Entwicklung der Realwirtschaft losgelöst hat. Fast alle Bewertungsmassstäbe, welche früher als gute Langfristindikatoren getaugt haben, zeigen für den amerikanischen Aktienmarkt ein Ausmass von Überbewertung an, das nur in den extremsten Zeiten vor der Weltwirtschaftskrise oder der Dotcom-Bubble erreicht wurde.

Nehmen wir nur die letzten ein,  zwei Jahre. 2019 haben die meisten Aktienindices 25-30% zugelegt, während die Gewinne praktisch unverändert waren. 2020 dürfte angesichts des temporären Corona-Lockdowns ein klarer Rückgang der Gewinne zur Folge haben. Der amerikanische Aktienindex SP500 hat aber alle Verluste seit Anfang Jahr wieder wettgemacht und steht praktisch unverändert da. Die technologielastige Nasdaq steht sogar auf Allzeithöchst.

Die Marktstrategen erwarten, dass selbst ohne zweite Coronawelle (welche nicht ausgeschlossen ist) das Wirtschaftswachstum im 2021 die Delle im 2020 kaum vollumfänglich wird ausbügeln können. Mit anderen Worten dürfte die Wirtschaft insgesamt Ende 2021 noch nicht einmal ganz dort stehen, wo sie zwei Jahre davor Ende 2019 stand. Wo werden dann die Aktienmärkte stehen? Nochmals 30% höher? Oder kommt eine zweite Verkaufswelle? Wir bleiben vorsichtig.

 

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Neophyten in aller Munde
Als Neo-phyt (= neue Pflanze) gelten ursprünglich gebietsfremde Pflanzen, die nach Kolumbus› Entdeckung von Amerika, also ab 1492, durch den Menschen eingeführt wurden und sich in der freien Wildbahn durchsetzen. Als «invasive Neophyten» bezeichnet man Neophyten, die sich zudem stark und schnell ausbreiten, sodass Lebensräume anderer Pflanzen gestört werden. Wir sprechen also von «invasiven Neophyten», wenn es um die Probleme der Ausbreitung geht.
Beispiele sind der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), die spätblühende sowie die kanadische Goldrute (Solidago gigantea und canadensis), der japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) oder die Robinie (Robinie pseudoacacia).
Man versucht, sie mit verschiedenen Mitteln einzuschränken: Sie werden ausgrissen, abgebrannt oder mit Herbiziden behandelt, so dass sie absterben.

Wenn ich im Wald auf eine Goldruten-ausreissende Schulklasse treffe und einer der Jungs sagt mir auf meine Frage, warum sie die Pflanzen ausreissen würden, dass diese eben «böse» seien, dann frage ich mich, ob das pädagogisch sinnvoll ist. Und ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, Kinder für die Natur zu sensibilisieren und gleichzeitig die neuen Pflanzen in Schach zu halten. Auch wenn es nötig ist, die Neophyten zu reduzieren.
Gehen wir zurück in die Zeit nach 1570, als die Kartoffel, für Europa auch ein Neophyt, in Europa ankam. Man kannte die Kartoffel noch nicht recht, ass die oberirdischen Früchte, was zu Bauchschmerzen und Vergiftungserscheinungen führte. Später ernährt die Kartoffelpflanze Millionen von Menschen. Die kanadische Goldrute wurde 1758 als Zierpflanze auf dem Eurasischen Kontinent eingeführt. Heute ziert sie manche Gärten und wilde Landstriche mit ihren gelben Blütenpyramiden. Die gedämpften jungen Triebe der Goldrute werden wie Spargel serviert und schmecken köstlich. Der Tee der kanadischen Goldrute unterstützt die Nierenfunktion ohne die Nieren zu belasten.

Der eindrücklich grosse japanische Staudenknöterich wurde um 1825 als Viehfutterpflanze eingeführt. Am besten schmecken die dicken jungen Sprosse. Diese werden geschält und können roh oder gekocht wie Rhabarber gegessen werden. Wie beim Rhabarber sollte nicht mehr als eine gute Hand voll pro Person und Tag genossen werden, beide enthalten Oxalsäure. Beim Ernten sollten Sie darauf achten, dass zuvor nicht mit Herbiziden gegen den Staudenknöterich vorgegangen wurde. Denn obwohl die Benützung von Herbiziden wie «Roundup» für Privatpersonen seit 2001 verboten ist, werden sie nach wie vor verkauft und genützt.
Die weissen Blüten der Robinie sind für mich eine absolute Delikatesse im Frühling, auf die ich mich immer freue. Sie schmecken süss und leicht nach Erbsen und ich nasche sie auf Wanderungen direkt vom Baum oder nehme eine handvoll mit zum Frittieren im Bierteig. – Achtung: Die gelben Blüten des Goldregens sehen ähnlich aus, blühen zu ähnlichen Zeit und sind hochgiftig!
Experten sind sich einig: die Neophyten sind zwar kurzfristig dezimierbar, auf die Länge jedoch nicht völlig auszurotten. Vielleicht ginge es also eher darum, einen neuen Umgang mit ihnen zu finden. Mein Plädoyer ist also: Nutzt die Neophyten, wenn sie schon so grosszügig wachsen.

Wenn Sie jetzt inspiriert sind von den Verwendungsmöglichkeiten der Neophyten, pflanzen Sie sich keine in den Garten – es hat ja immer noch genug in Feld, Wald und Wiese! Und bedienen Sie sich hemmungslos.

Die aktuelle «schwarze Liste» der invasiven Neophyten finden Sie unter https://www.infoflora.ch/de/neophyten/listen-und-infobl%C3%A4tter.html

Kurse und Pflanzenwanderungen zur sicheren Bestimmung finden unter www.sonjawunderlin.ch

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
Tel.  +41 (0)61 511 09 95 +41 (0)76 325 09 95
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Vergessene Guthaben aus der zweiten Säule
Wenn die Pensionierung bevorsteht und Sie endlich mehr Zeit für Hobbys, Reisen und die Familie einplanen möchten, aber vor allem das Rentnerdasein in vollen Zügen geniessen wollen, sollten Sie einige Punkte beachten. Die berufliche Vorsorge ist die zweite Säule der Schweizer Vorsorge. Neben dem, dass Sie im Pensionierungsalter je nach Wunsch lebenslänglich eine Altersrente oder das angesparte Kapital ganz beziehen können, erhalten Versicherte im Pensionierungsalter, sofern sie Kinder haben, für deren Unterhalt sie noch aufkommen müssen, eine Pensionierten-Kinderrente. Und im Todesfall des Versicherten erhalten die Hinterbliebenen (Partner/Partnerin und Kinder) eine Rente und/oder ein Todesfallkapital entrichtet.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass für die entsprechende Berechnung von dem ganzen angesparten Guthaben ausgegangen werden kann. Denn, wer oft die Stelle gewechselt hat und auch nicht mehr ganz genau weiss, wo er überall gearbeitet hat, dem kann es passieren, dass sein Freizügigkeitsguthaben bei der Auffangeinrichtung oder einer anderen Freizügigkeitseinrichtung parkiert ist. Um diese Gelder zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist eine Anfrage bei der Zentralstelle 2. Säule.

Die Zentralstelle 2. Säule ist die Verbindungsstelle zwischen den Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und den Versicherten. Sie soll ermöglichen, dass unterbrochene Kontakte zwischen den Versicherten und den Einrichtungen wiederhergestellt werden können. Wenn Sie nun nach allfälligen vergessenen Pensionskassenguthaben suchen oder Ihnen die Adresse Ihrer Vorsorgeeinrichtung nicht bekannt ist, können Sie bei der Zentralstelle 2. Säule ein kostenloses Gesuch stellen (auch private Firmen suchen danach, dieser Service kostet jedoch). Was Sie wissen müssen, ist, dass Pensionskassen gesetzlich dazu verpflichtet sind, das Guthaben von austretenden Arbeitnehmern an die nächste Pensionskasse zu überweisen. Wenn die Pensionskasse jedoch keine Angaben hat, wohin das Geld überwiesen werden soll, muss sie es nach spätestens zwei Jahren an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überweisen. Dort wird die Freizügigkeitsleistung aufbewahrt, bis der Kontoinhaber sich bei der Auffangeinrichtung meldet. Meldet sich ein Kontoinhaber bis zur Pensionierung nicht, so findet, nach Erreichen des Rentenalters, in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsfonds ein Adressabgleich mit der AHV statt, damit das Guthaben auch dem Berechtigten zugeführt werden kann. Das Geld bekommen Sie also sowieso. Jedoch beeinflusst das bereits angesparte Altersguthaben die Leistungen in der beruflichen Vorsorge. Je mehr Kapital, desto höhere Altersleistungen. Aber auch die Berechnung der Risikoleistungen erfolgt auf Basis des bereits vorhandenen Altersguthabens. Je weniger Kapital vorhanden ist, umso grösser ist die Differenz zu den garantierten Risikoleistungen und umso höher ist die Prämie, die für den Risikoschutz bezahlt werden muss.

Wenn Sie also Ihre Stelle wechseln, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Pensionskasse, bei der Sie austreten, Ihre Freizügigkeitsleistung an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers überweist. Sollten Sie sich nun nicht sicher sein, ob Sie allenfalls solch ein angespartes Guthaben vergessen haben, können Sie dies, wie bereits ausgeführt, kostenlos bei der Zentralstelle 2. Säule anfragen. Weitere wichtige Infos finden Sie unter: www.zentralstelle.ch. Sie erleichtern der Zentralstelle die Suche, wenn Sie Kopien von Dokumenten beilegen, die Ihre damaligen Arbeitsverhältnisse belegen (AHV-Ausweis, Versichertenausweis zweite Säule, Lohnausweis etc.). Wenn die Zentralstelle vergessene Guthaben von Ihnen findet, werden Sie und die zuständige Vorsorgeeinrichtung informiert.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Alles halb so schlimm? Finanzmärkte sind (zu?) optimistisch
Wenn man die Aktienmärkte anschaut, kommt man zum Schluss, dass die Coronakrise und auch die Unruhen in den USA kaum einen Einfluss auf die Firmengewinne und somit auf die Aktienpreise haben. Die amerikanischen Märkte sind nur noch wenige Prozente unter ihrem Allzeithöchststand. Auch andere Märkte sind bereits wieder euphorisch. Zeigt das die zukünftige Situation, sprich eine sehr rasche Erholung oder kann der starke Anstieg durch die nochmals stark ausgeweitete Liquiditätsflut erklärt werden? Sicherlich war der Einbruch in den Aktienpreisen schnell und sehr stark. Eine grös-
sere Gegenkorrektur kann mit einer Normalisierung der Lage erklärt werden. Darüber hinaus gibt es aber riesige Fragezeichen. Es scheint, dass sich die Finanzmärkte immer mehr von der Realwirtschaft verabschiedet haben. Wenn nur noch Liquidität den Wert bestimmt, dann kommen spezielle Zeiten auf uns zu.

Eigener Verstand und Selbstverantwortung ist ein immer weniger gefragtes Gut
Seit langer Zeit habe ich das Gefühl, dass die Steuerungs- und Planbarkeitsgläubigkeit massiv überhand gewinnt. Bei jeder Krise ertönt überall sofort der Ruf nach Massnahmen und dem Staat. Die Politik versucht dann umgehend zu reagieren und suggeriert dem Volk, alles sei plan-, finanzier- und steuerbar. Genau diesem Glauben ist man im Kommunismus verfallen und dieser hat aus diversen Gründen und trotz interessanten Grundgedanken totalen Schiffbruch erlitten. Das Eingreifen in alle Details mag in einer extremen Krise kurzfristig nötig sein. Dann sollte aber der Staat wieder dazu übergehen, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen und nur so wenig wie nötig einzugreifen. Unser Fortschritt der vergangen Jahrzehnte verdanken wir nicht der Planwirtschaft, sondern cleveren Ideen und der Motivation vieler Leute, welche ein Problem lösen möchten und sich weiterentwickeln wollen. Dass ein übertriebener Kapitalismus auch seine «Macken» hat, ist längstens bekannt. Der Umkehrschluss aber, ist wahrscheinlich noch viel weniger richtig. Für mich ist erschreckend, wie man aktuell immer mehr das grosse Bild vergessen hat und jedes Detail zu bestimmen versucht. Das sind für mich längerfristig keine guten Tendenzen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

 

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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«Sitzprobleme» Teil 2
Wie behandeln?
Wie bereits im ersten Ratgeber erwähnt, ist bei einem erstmaligen Auftreten, die Symptome wurden beschrieben, ein Arztbesuch zur Abklärung notwendig!
Wir in der Apotheke oder Drogerie dürfen nur bei den beiden ersten Schweregraden Empfehlungen machen. Sie bewirken eine Linderung durch die Verringerung der Symptome, und sie versuchen eine Rückbildung der Hämorrhoidal-Polster zu bewirken. Eine Verhaltensänderung muss zur Genesung ebenfalls erfolgen!
Beruhigend ist die Tatsache, dass es in der Regel zu Spontanrückbildungen innerhalb von weniger als 2 Wochen kommt. In diesen Fällen ist die Verhaltensänderung ausschlaggebend, damit die Besserung anhalten kann.

Was muss also immer geändert werden?
• «Stuhlregulierende» Massnahmen: d.h. es müssen mehr Ballaststoffe in die Ernährung aufgenommen werden und die Menge an eingenommener Flüssigkeit muss ebenfalls erhöht werden. Leider ist das ein allgemeiner Hinweis. Ballaststoffe sind in Gemüsen und Obst natürlicherweise vorhanden. Also den Speiseplan in diese Richtung verändern. Vollkornprodukte enthalten ebenfalls viel mehr Ballaststoffe. Eine andere Variante ist die tägliche Einnahme von Quellmitteln. Die Natur bietet zum Beispiel Flohsamen oder Leinsamen an. Es gibt auch vorverarbeitete Produkte (auf natürlicher Basis) zu kaufen. Diese müssen jeweils mit genügend(!) Flüssigkeit eingenommen werden. Diese Massnahmen müssen täglich erfolgen.
• Eine gute Pflege, wie Sitzbäder mit entzündungshemmenden Zusätzen (Kamille, Schwarztee oder Eichenrinde, keine Seife) helfen ebenfalls. Es helfen auch die speziellen Toilettenaufsätze, die nur mit warmem Wasser reinigen. Ein Wort zur Reinigung: Das Beste ist Wasser oder zuerst mit weichem Toilettenpapier und anschliessend feucht säubern. Die im Handel angebotenen Tüchlein haben allerdings das Risiko allergischer Reaktionen. Ebenfalls sind parfümierte Produkte zu meiden.
• Baumwollunterwäsche ist saugfähig und luftdurchlässig, damit ist eine Verdunstung der Feuchtigkeit möglich.
• Individuell sollte auf das Konsumieren von «Schleimhaut reizenden» Nahrungsmitteln wie z.B. Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze oder scharfer Senf verzichtet oder der Genuss minimiert werden.
• Langes Sitzen, Liegen und allgemein der Bewegungsmangel erhöhen die Gefahr von hartem Stuhl. Regelmässige Bewegung ist auch hier Trumpf.
• Häufiges Tragen schwerer Lasten sollte ebenfalls minimiert werden.
• Und wie immer, bei einem allfälligen Übergewicht, ist eine Gewichtsreduktion ebenfalls hilfreich.
Behandlung:
• Vorübergehend können milde Abführmittel eingesetzt werden. (Ärztlich verordnete Abführmittel können, dürfen oder müssen über lange Zeit angewendet werden.) Dabei handelt es sich um sogenannte osmotische Laxantien, die über ihre Wasserbindung den Darm einerseits mehr füllen und andererseits den Inhalt «auflockern» können.
• Lokal angewendete Gleitmittel wie Vaseline oder wasserhaltige Gels werden als Erstes angewendet. Sie verringern die Reibung bei der Darmentleerung und schützen damit die Schleimhaut. Ihre Wirkung scheint gleich zu sein wie die anderen eingesetzten «Salben» mit den diversen «Wirkstoffen». Letztere enthalten üblicherweise lokal wirkende Anästhetika (betäuben die Stelle), entzündungshemmende oder zusammenziehende Zusätze. Manche enthalten noch die Venen schützenden Stoffe. Normalerweise wird dieser Effekt durch eingenommene Wirkstoffe erreicht. Es gibt sogenannte Venentonika, die einerseits bei «allgemeinen» Venenproblemen als auch in diesem eher speziellen Fall mit Erfolg eingesetzt werden.

Zur Anwendung:
Zäpfchen sollen nicht zu weit eingeführt werden (der Patient sollte das Zäpfchen noch mit der Fingerkuppe ertasten können). Zu weit eingeführte Präparate kommen nicht genügend mit den Hämorrhoiden in Berührung.
Salben mit einem Applikator müssen so angewendet werden: Erst beim Herausziehen soll auf die Tube gedrückt werden. Auf diese Weise gelangt die Salbe rundum auf die zu behandelnde Region, in den After und auf seinen Rand.
• Ebenfalls kommen Schmerzmittel zum Einnehmen, in den üblichen Dosierungen, kurzfristig zum Einsatz.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Strafprozessuale Grundsätze zum Schutz von Beschuldigten
Beschuldigte fühlen sich in einem Strafverfahren oft den Behörden ausgeliefert. Strafprozessuale Grundsätze würden eigentlich garantieren, dass Minimalstandards zum Schutz der Involvierten eingehalten werden. In der Praxis bestehen jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, inwieweit diese Schutzmechanismen tatsächlich Beachtung finden sollen.

Im Zentrum einer Strafuntersuchung steht die Suche nach der materiellen Wahrheit, mithin das Ringen um ein korrektes Urteil. Dabei verfügen die Strafverfolgungsbehörden über das entsprechende Ermittlungsinstrumentarium, um dieses Ziel bestmöglich zu erreichen. Systemimmanent besteht ein ungleiches Machtverhältnis zwischen den Strafverfolgungsbehörden und den involvierten Beschuldigten. Um dem entgegenzuwirken, wurden durch die Rechtsprechung Grundsätze entwickelt, welche heute in der Bundesverfassung und der Strafprozessordnung niedergeschrieben sind. Diesen Kernprinzipien der Strafuntersuchung kommen im Laufe eines Verfahrens unterschiedliche Bedeutung zu.

Angesichts des Ungleichgewichts der Kräfte von Strafverfolgern und involvierten Personen ist im Strafprozess der Grundsatz der Waffengleichheit von großer Bedeutung. Dieser gehört zu den Mindeststandards in rechtsstaatlichen Demokratien und fliesst aus dem Anspruch auf ein faires Verfahren. Danach müssten Beschuldigte und Strafverfolgungsbehörden (Polizei, Staatsanwaltschaft) gleichgestellte Parteien im Verfahren sein. Eine solche Gleichstellung wird von Gesetzes wegen jedoch erst im Hauptverfahren vor Gericht gewährleistet. Im Vorverfahren (Ermittlungsverfahren der Polizei, Untersuchungsverfahren der Staatsanwaltschaft) wird der Feststellung der materiellen Wahrheit Priorität eingeräumt, wodurch die Waffengleichheit zu Lasten des Beschuldigten zurückgedrängt wird.

Der Anspruch auf ein faires Verfahren garantiert den Beschuldigten, dass diese gerecht behandelt werden. Das Recht soll bei gleichen Sachverhalten gleich angewandt werden (Grundsatz der Rechtsgleichheit). Auch besteht für die Strafverfolger die Pflicht, belastende und entlastende Beweismittel mit gleicher Sorgfalt zu ermitteln. Ein weiterer Ausfluss dieses Grundsatzes ist die Pflicht, nicht irreführend oder täuschend vorzugehen. Die Strafbehörden haben absolut korrekt, sachlich und objektiv zu sein. Die Beschuldigten haben sodann Anspruch auf ein unabhängiges und unparteiisches Gericht. Ein Richter hat jeglichen Anschein einer Befangenheit zu vermeiden und darf in der Sache nicht vorbefasst sein.

Ein wesentliches weiteres strafprozessuales Prinzip stellt dasjenige des rechtlichen Gehörs dar. Es hält fest, dass gegen einen Beschuldigten nur Beweismittel verwendet werden dürfen, die diesem eröffnet wurden und zu denen er sich umfassend äussern konnte. Das beinhaltet beispielsweise das Recht auf Akteneinsicht, das Recht auf Konfrontation mit belastenden Zeugen und das Recht auf Begründung von Entscheiden. Die Frage der Verletzung dieses Rechts bildet häufig Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen und kann bei Verletzung des Grundsatzes eine Anklage entscheidend schwächen.

Grosse Probleme bietet sodann das Beschleunigungsgebot. Dieses verpflichtet die Strafverfolgungsbehörden, ein Verfahren ohne Verzögerungen durchzuführen, da die Suche nach der materiellen Wahrheit erheblich behindert wird, je länger ein Verfahren dauert. Auch soll der Beschuldigte im Falle einer späteren Verfahrenseinstellung baldmöglichst von der Last der Strafuntersuchung befreit werden. Dieser Grundsatz wird von den Strafverfolgungsbehörden regelmässig verletzt, wobei meist auf ungenügende Ressourcen verwiesen wird. Eine überlange Verfahrensdauer kann sich im Endeffekt strafmildernd auswirken oder zu Schadenersatzansprüchen gegen den Staat führen.

Die Bundesverfassung und die Strafprozessordnung bestimmen weiter, dass jede Person bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gilt. Dieser Grundsatz der Unschuldsvermutung besagt, dass die Strafverfolgungsbehörde dem Beschuldigten beweisen muss, dass er die Voraussetzungen der Strafbarkeit erfüllt. Daraus folgt, dass ein Richter bei Zweifeln an der Faktenlage von demjenigen Sachverhalt ausgehen muss, der für den Beschuldigten der günstigere ist (Grundsatz in dubio pro reo).

Abschliessend ist festzuhalten, dass die gesetzliche Ordnung in der Schweiz deutliche Leitplanken setzt, um ein faires Strafverfahren zu gewährleisten. Der Gesetzgeber hat sämtliche dafür notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Die Strafverfolgungsbehörden sind in der zwingenden Pflicht, diese umzusetzen. In der Praxis sieht man jedoch unterschiedliche Auswüchse und Abwandlungen von den Vorgaben des Gesetzgebers. Die Interessen der Beteiligten werden je nach Verfahren sehr unterschiedlich gewichtet und können zu fragwürdigen Konstellationen führen. Gerade bei komplexen Verfahren dürfte es ohne anwaltlichen Beistand kaum mehr möglich sein, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen.

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«Winter»-Fit 2020
Eigentlich ist der Winter ja schon fast vorbei, aber Krankheiten kursieren mehr denn je. Wir wollen alle gesund bleiben und sollten wissen, wie wir uns schützen können.
Zu diesem Wissen möchten wir an dieser Stelle noch einige Tipps beifügen.
• Gehen Sie täglich draussen spazieren, Licht ist gut für den Körper und die Seele.
• Lüften Sie genügend oft. Eine kurze Öffnung aller Fenster mehrmals täglich genügt.
• Essen Sie bewusst vitale Nahrungsmittel wie Wintergemüse, insbesondere Kohlgemüse, frische Kräuter, erweitern Sie ihren Speiseplan mit Getreiden wie Hafer und Roggen (Flocken oder Brot).
• Gönnen Sie sich genügend Ruhephasen und schlafen Sie lange genug. (Der Bedarf ist individuell.)
• Saunabesuche, allgemein Temperaturwechsel heiss und kalt, auch Fussbäder, am besten ansteigend temperieren, helfen uns zum Gesundbleiben.
• Kneippen! Eine alte und bewährte Methode. Wir haben im Fricktal einen Kneipp-Verein mit erfahrenen und guten Instruktorinnen. Es werden immer Kurse angeboten.
Konkrete Massnahmen sind zurzeit zusätzlich notwendig. In den Medien wird das Händewaschen zu Recht an erster Stelle genannt: Machen Sie es regelmässig. Nach jedem Heimkommen und sonst auch je nach Situation, vielleicht einmal in der Stunde. Dabei gilt, die Hände benetzen, mit Seife alle Stellen erreichen: auch zwischen den Fingern und die Fingerkuppen nicht vergessen! Alles gut einseifen und anschliessend mit genügend Wasser wieder von der Seife befreien. Das Ganze trocknet die Haut aus, die anschliessend wieder gepflegt werden muss. Es gibt gute Handcremen, benützen Sie sie. Unsere Haut ist die Barriere gegen aussen!
Daher müssen wir alle unsere Barrieren stärken:
– Schleimhäute: Die meisten Erreger werden via Tröpfchen übertragen, die wir auf die Haut und eben besonders auf die Hände bekommen. Im Gesicht ist der Weg zu Nase, Mund, Rachen und die Lunge sehr nahe! Also gilt es, unsere Schleimhäute gut zu befeuchten, dass unsere Abwehrmechanismen funktionieren können. Es ist dabei besonders wichtig, genug zu trinken! Tees helfen unser Immunsystem zu unterstützen (Holunder, Linde, Ingwer, um nur einige zu nennen. Jeweils einen Löffel Honig in dem nicht mehr zu heissen Tee unterstützt ebenfalls und schmeckt gut). Es gibt jede Menge befeuchtender Nasen- und Rachensprays mit und ohne Pflanzen­extrakten, die speziell für unterwegs helfen.
Schüssler Salze können in dieser Zeit ebenfalls gut helfen:
– Nummer 4 Kalium chloratum ist ein wichtiges Salz dafür. Es unterstützt alle unsere Schleimhäute im Körper (im Bronchialraum sowie im Magen-Darmtrakt). Die Kombination mit
– Nummer 8 Natrium chloratum (Flüssigkeitshaushalt)
– Nummer 9 Natrium phosphatum (Säureabbau und Fettstoffwechsel)
– Nummer 10 Natrium sulfuricum (Leberunterstützung und Ausscheidungsunterstützung über Darm und Niere)
Je 7 bis 10 Tabletten davon in Wasser gelöst und über den Tag verteilt schluckweise im Mund bewegt und heruntergeschluckt oder einfach gelutscht, hilft als Vorbeugung und als eine Art Kur (Diät und Fasten – Unterstützung).
Ätherische Öle, für die, die sie mögen und vertragen, können ebenfalls helfen.
– Raumsprays können die «Atmosphäre» gewissermassen reinigen und bringen frischen Wind in die Räume. Wir mischen dafür Palmarosa mit Eukalyptus, Lemongras und Weisstanne. Ebenfalls ist die Mischung mit Eukalyptus, Weisstanne und Thymian sehr erfrischend und angenehm (bei uns heisst sie Winterfit);
– Duftlampen mit z.B. einigen Tröpfchen Lavendel beruhigen und unterstützen ebenfalls das Immunsystem.
Vitamine und Mineralstoffe, eine Unterstützung durch Nahrungsergänzungen, kann in dieser Jahreszeit ebenfalls helfen. Sie ersetzt natürlich nie eine ausgewogene und vernünftige Ernährung!
– Zink und Vitamin C ist dafür eine gute Kombination.
Pflanzen allgemein (in den Apotheken natürlich als Extrakte in jedweder Form)
– Sonnenhut (Echinacea)
– Brunnenkresse
– Schwarzer Holunder
– Knoblauch
– Zistrose
helfen in dieser Zeit gesund zu bleiben.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
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Sie haben das Recht zu schweigen
Meine Empfehlung als Strafverteidiger an Sie, wenn Sie beschuldigt oder verhaftet werden, lautet: Schweigen Sie und bestehen Sie darauf, zur Vernehmung einen Anwalt beizuziehen! Dies sind Ihre Rechte als beschuldigte oder verhaftete Person. Bestehen Sie auf diese Rechte, denn alles, was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden.
So einfach das klingt, so schwierig kann es im Einzelfall sein, diese Rechte in der Praxis durchzusetzen. Als einfacher Bürger sehen Sie sich zum ersten Mal in Ihrem Leben mit Polizei und Staatsanwaltschaft konfrontiert und Sie mussten auch noch nie die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch nehmen. Die Anschuldigungen wiegen schwer, ein Gefühl von Ohnmacht macht sich breit. In solchen Situationen ist es verständlich, wenn Sie unter dem Druck einbrechen und auch ohne Anwalt Aussagen machen. Es gehört eine Portion Kühnheit dazu, auf seinen Rechten zu beharren und standfest zu bleiben.
Der Strafverteidiger weiss mit solchen Situationen umzugehen. Es ist sein Job. Er hat tagtäglich mit Polizei und Staatsanwaltschaft zu tun, kennt Ihre Rechte im Strafverfahren und setzt sie durch. Er verteidigt und beschützt Sie im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vor jeder Form von Übergriff und Zwang durch den Staat. Er fordert ein, dass Sie rasch und umfassend über die gegen Sie erhobenen Beschuldigungen unterrichtet werden, und rät Ihnen in der Vernehmung die Aussage zu verweigern, wenn dies angezeigt erscheint. Er legt in Zusammenarbeit mit Ihnen die Verteidigungsstrategie fest und verfolgt Ihre Interessen im gesamten Strafverfahren konsequent und energisch.
Als beschuldigte Person haben Sie das Recht, die Aussage zu verweigern. Insbesondere dann, wenn Sie sich selbst oder eine Ihnen nahestehende Person mit Ihren Aussagen belasten würden, rät Ihnen Ihr Strafverteidiger dazu, die Aussage zu verweigern bzw. zu schweigen. Im Einzelfall kann es aus taktischen Gründen auch angezeigt sein, generell keine Aussagen zu machen, um das strategische Ziel einer Einstellung des Verfahrens gegen Sie durch die Staatsanwaltschaft oder eines Freispruchs durch das Strafgericht zu erreichen.
Zu guter Letzt rufe ich Ihnen noch einmal meine Empfehlung in Erinnerung, damit Sie sie auch nicht vergessen: Schweigen Sie und bestehen Sie darauf, zur Vernehmung einen Anwalt beizuziehen!

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

In wenigen Wochen eine komplett andere Finanzwelt
Manchmal geht es sehr schnell. Obwohl im Verlauf des Februars das Corona-Virus schon bekannt war, eilten die Aktienmärkte von Höchststand zu Höchststand. Natürlich konnte niemand abschätzen und wissen, dass das Virus so schnell und heftig auf den Rest der Welt übersprüngen würden. Trotzdem ein gewisser Einfluss war absehbar. Nun gut 4 Wochen später sprechen gewisse Politiker von der grössten Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Der Ölpreis ist implodiert und so tief wie seit über 20 Jahre nicht mehr. Die Aktienmärkte haben über 30 % verloren und auch die Obligationenmärkte werden durchgeschüttelt. Die Zentralbanken intervenieren, als ob man vor dem totalen Kollaps stehen würde. Jetzt kommen auch wieder die Weltuntergangspropheten, welche nur noch schwarz sehen. Auch wenn dieses Virus wahrscheinlich mindestens kurz- und mittelfristig einen grösseren Einfluss hat: Die Welt wird kaum untergehen und konnte schon viele andere Rückschläge bewältigen. Wir werden uns aber noch auf ein paar Wochen Sturm einstellen müssen und ob die Aktienmärkte die alten Höchststände rasch wieder sehen, wage ich zu bezweifeln. Wer gut diversifiziert ist und genügend Liquidität hat, kann und muss eine weitere Krise aussitzen. Eng wird es, wenn man komplett investiert ist oder gar auf Kredit Anlagen getätigt hat.
Einfluss auf den Immobilienmarkt
Die Finanzmärkte werden durchgeschüttelt. Hat das auch einen Einfluss auf die Immobilienmärkte? Im Moment kann das noch niemand genau sagen. In erster Linie wurden liquide Anlagen verkauft, welche rasch zu flüssigen Mitteln gemacht werden konnten. Wenn die Krise noch mehrere Monate anhalten würde, dann wird das sicher auch Spuren am Immobilienmarkt hinterlassen. Im Moment wird der Markt wahrscheinlich sehr ruhig, da die meisten Interessenten andere Probleme haben und mal vorerst abwarten. Das ist im Moment aber alles reine Spekulation, da niemand der Verlauf der Krise wirklich kennt. In 2, 3 Monaten kann man die Situation wahrscheinlich besser beurteilen.
Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Notfall an den Börsen oder Notfall in der Wirtschaft?
Ausserplanmässige Notfallzinssenkungen der amerikanischen Notenbank FED sind sehr selten. In aller Regel reagiert die Wirtschaft ja auch nicht so extrem schnell auf irgendwelche Schocks, dass eine Reaktion der FED nicht auch zwei Wochen später noch erfolgen könnte.
Letzte Woche nun aber hat die US-Notenbank FED gerade dies getan. Sie hat ausserhalb ihres normalen Sitzungsrhythmus ihre Leitzinsen gleich um ein halbes Prozent gesenkt. Es würde nicht überraschen, wenn an der ordentlichen Sitzung im März gleich nochmals eine Senkung erfolgt. Gemäss eigener Einschätzung der FED bleiben die Fundamentaldaten der US Wirtschaft zwar nach wie vor stark. Wieso dann dieser Entscheid? Wird die Wirtschaft viel stärker vom Corona-Virus betroffen sein? Oder orientiert sich die FED entgegen ihrem Auftrag und ihren Beteuerungen gar nicht so sehr an der Wirtschaft, sondern vielmehr an den Finanzmärkten?
Die Aktienmärkte haben im Vorfeld der Notfall-Zinssenkungen relativ stark korrigiert und in einer Woche gut 10% verloren. Es ist deshalb nachvollziehbar, wenn immer mehr Kritiker monieren, dass die FED viel mehr auf die Finanzmärkte und ‚Wall Street’ schaut als auf die Wirtschaft, also auf die ‚Main Street’.
Aus meiner Sicht ist angesichts der Unsicherheiten infolge der Corona-Epidemie eine Zinssenkung nicht komplett unbegründet. Allerdings hätten die Zentralbanken weltweit in den letzten Jahren mit vielerorts Vollbeschäftigung und wachsender Wirtschaft konsequenterweise die Zinsen viel früher und viel höher anheben müssen, als sie es getan haben. Die ultraexpansive Geldpolitik der letzten Jahre (v.a. der EZB, aber auch der SNB) lässt sich mit der Entwicklung der Wirtschaft nicht erklären, sondern mehr mit der Überschuldung der Staaten, einem Knarren im Gebälk der Eurokonstruktes und einer mehr oder weniger schlecht kaschierten Unterstützung für die Aktienmärkte. Alles Faktoren, die
nichts direkt mit dem eigentlichen Mandat der Zentralbanken zu tun haben, ein gefährliches Spiel… .

Und nochmals Leonteq
Schön, wenn Empfehlungen aufgehen. Die Warnung liefere ich aber gleich mit, es wird sicher auch wieder anders kommen. Im Ratgeber Ende November habe ich risikofreudigen Anlegern Leonteq empfohlen beim damaligen Kurs von rund 30 Franken. Beim Update Anfang Februar beim Kurs von etwa Fr. 35 habe ich geraten dabeizubleiben. Aktienverkäufe wegen Corona hin oder her, Leonteq hat entgegen dem Gesamtmarkt weiter zulegen können und liegt heute (Stand 5. März) bei Fr. 46.–. So weit so gut, wie weiter? Die Unterbewertung wurde abgebaut, als überbewertet erachten wir Leonteq aber noch nicht. Wer bei 30 Franken gekauft hat, kann sicher einen Teil der Kursgewinne mitnehmen. Für einen Totalverkauf, glaube ich, ist es aber noch zu früh, Leonteq hat nach wie vor Luft für weitere Kurssteigerungen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

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