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Ratgeber Finanzen 1 – 2024

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Meine Finanz-Neujahrswünsche
Träumen darf man ja, weshalb ich mir erlaube, meine Wünsche an die Wirtschaft, Verwaltung und an die Politik zu äussern.
Der Kunde ist wieder der König!
Eigentlich sollte das völlig normal sein, ist es aber oft nicht. Oft wird vergessen, woher das Geld für den eigenen Lohn herkommt und Kunden werden «schnodderig» behandelt oder sogar nur zur Ertragsauspressung missbraucht. Das gilt nicht nur für die
Privatwirtschaft, sondern auch
für Staatsdienstleistungen. Weniger Hochglanz, weniger Bürokratie, dafür mehr Dienstleistung, Service und vernünftige Konditionen, das wäre doch wieder schön und erstrebenswert. Dazu gehört auch, dass bestehende Kunden mindestens so gut behandelt werden wie potenzielle Neukunden. Es kann doch einfach nicht sein, dass loyale, langjährige Kunden schlechtere Konditionen erhalten als mögliche Neukunden.
Der Spesendschungel wird reduziert oder abgeschafft
Auch das ist ein ausuferndes Thema und es ist zur Unsitte geworden, dass jeder Bleistiftstrich in Rechnung gestellt wird. Für alles Gebühren, wenn ich von der Gemeinde oder dem Kanton etwas brauche (für was zahle ich überhaupt schon Steuern?). Auch bei den Banken ist das nicht viel besser. Da wollte eine Bank noch Gebühren, nur um die bestehende Hypothek zu verlängern…. Ich bin auch für das Verursacherprinzip, dann muss aber der Grundtarif günstig sein. Hohe Preise, dann aber nochmals jede Tätigkeit separat in Rechnung stellen, das ist einfach frech.
Devisentransaktionen zu vernünftigen Konditionen
Diesen Bereich kritisiere ich schon lange. Der Markt ist heute grösstenteils automatisiert und würde sehr enge Margen zulassen. Die Effizienzgewinne werden aber kaum an den Kunden weitergegeben. Das ist bei Wertschriftentransaktionen doppelt stossend. Da werden Courtagen verrechnet und dann auch nochmals bei der Devisentransaktion richtig «zugelangt».
Politiker müssen einen Volkswirtschaftsgrundkurs besuchen
Vielen Politikern fehlt das nötige volkswirtschaftliche Grundwissen. Wer über Milliardenausgaben mitentscheiden muss oder darf, sollte mindestens eine Grundahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben. Wenn man in den USA trotz Vollbeschäftigung und wirtschaftlichem Boom ein Budgetdefizit von rund 7 Prozent durchwinkt, hat man einfach keine Ahnung, woher Geld und Wohlstand kommen. «Wo wollen wir Schwerpunkte setzen und was können wir uns leisten?», das sollten wieder vermehrt die Fragen sein, anstelle zu Lasten von ausufernden Schulden den Rucksack immer mit noch mehr wertlosen Steinen und Problemen zu füllen.
Ich bin überzeugt, dass längerfristig weniger mehr ist. Das ist aus meiner Sicht kein alter Zopf! Nachhaltige Finanzen gehören zum Grundgerüst von anhaltendem Wohlstand. Wir sind auf bestem Weg, diesen mit ausufernder Bürokratie, Plan- und Schuldenwirtschaft selber zu vernichten.

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