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Von S. & Ch. Lauber, Oeschgen

Seit Jahren hat kein anderes Thema so die Gemüter in Oeschgen erhitzt wie die Schulraumplanung. An der letzten GV wurde sogar von einigen Anwesenden zurecht moniert, dass es langsam ärgerlich sei, immer wieder über das gleiche Thema zu diskutieren.
Auch wir hätten es uns anders gewünscht. Doch mussten wir, wie einst David gegen Goliath, immer wieder gegen neue Widrigkeiten (u.a. eine Fusion mit Frick, Auslagerung der 5. & 6. Klasse in eine andere Gemeinde etc.) ankämpfen, welche einzig zum Ziel hatten, die dringend notwendige Erstellung von zusätzlichem Schulraum zu verhindern. Und jetzt, nach bald 3 Jahren, mit der Einladung zur Urnenabstimmung für den 31. Januar 2021, stellen wir fest, dass wir Gefahr laufen, wieder vor dem Nichts zu stehen.
In den Abstimmungsunterlagen fehlt das klare Bekenntnis zum Schulstandort Oeschgen sowie das Aufzeigen der Folgen, wenn nicht umgehend zusätzlicher Schulraum entsteht. Die Konsequenzen wären u.a. Auslagerung einzelner Klassen (auch Kindergarten) in andere Dörfer.
Es braucht mehr Schulraum, weil seit 2014 die 6. Klasse auch in unserem Dorf zur Schule geht. Nicht nur deswegen haben sich die Schülerzahlen in den vergangenen knapp 10 Jahren von 66 auf 99 um 50% erhöht. Zudem hat die Anzahl der Pflichtlektionen zugenommen. Zusätzlich stehen Englisch bereits ab der 3. sowie Französisch, Medien und Informatik ab der 5. Klasse auf dem Stundenplan und benötigen ebenfalls genügend Unterrichtsräume. Auch die erst vor wenigen Jahren neu geschaffene Stelle der Schulleitung braucht einen Arbeitsplatz.
Basierend auf diesen Fakten, erscheint es lächerlich, wie sich der Gemeinderat damit brüstet, zusätzlichen Schulraum geschaffen zu haben. Es ist wohl ein schlechter Witz, dass z.B. die zwei Arenen im Freien, welche, wenn überhaupt, nur von April bis September genutzt werden können, massgeblich den Notstand an Schulraum beheben sollen. Das alte Lehrerzimmer ist kaum grösser als 15m2, und die Umnutzung des Singsaals geht insbesondere zu Lasten der Vereine, welche diesen Raum zwingend für die Durchführung von Turnerabenden, Musikkonzerten, Spaghetti-Essen etc. benötigen.
Es braucht nun ein klares Bekenntnis für die Zukunft unserer Gemeinde. Nur gemeinsam können wir unser Dorf weiterentwickeln. Lassen Sie uns echte soziale Verantwortung vorleben und nicht nur an Neujahrsansprachen davon reden. Eine eigene Schule im Dorf ist die Voraussetzung, dass wir für unsere Jugend und für Neuzuzüger attraktiv bleiben. Dies ist wiederum die Basis für ein aktives Dorf und Vereinsleben.
Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, wir appellieren an Ihre Solidarität. Wenn Ihnen Oeschgen auch am Herzen liegt, dann stimmen Sie bei den Fragen 1 und 2 mit Ja. Nur so kann gewährleistet werden, dass genügend Schulraum erstellt wird.

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