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Von Peter Koller / IG Rheinfelden-5G

Am 21.12.2020, sozusagen als Weihnachtsgeschenk an Swisscom und Sunrise, bewilligte der Stadtrat die beiden 5G-Antennen «Weidenweg» und «Zürcherstrasse». Das Dokument wurde uns Einsprechern nach gut 1½ Jahren Bearbeitungszeit am 31.12.2020 mit 30-tägiger Beschwerdefrist zugestellt. Ein Vorgehen, das angesichts vieler 5G-kritischer BewohnerInnen befremdet und so gar nicht in diese besinnliche Zeit passen mag.

Ein pikantes Detail dabei: Die Sendeleistung der Antenne «Weidenweg» wurde aufgrund unserer Einwendungen und Nachrechnungen um 22% reduziert, um die gesetzlichen Grenzwerte einhalten zu können. Der zuständigen technischen Kontrollbehörde des Kantons ist die Grenzwertüberschreitung in der Vorprüfung nicht aufgefallen. Solche Fehler im Verfahrensablauf von 5G-Baugesuchen sind leider keine Einzelfälle. Die Bürger müssen daher sehr wachsam sein.

Der Stadtrat hätte uns also zu Weihnachten auch Danke sagen können. Danke dass wir die Bevölkerung von Rheinfelden mit unserer Einsprache vor zu hoher Mobilfunkstrahlung bewahrt haben. Er hätte im Zuge dessen eine Sistierung der Baugesuche beschliessen können, bis die Unstimmigkeiten im Vollzug gelöst sind, so wie das mehrere Gemeinden im Kanton und andere Kantone bereits getan haben. Denn unserer Meinung nach darf man 5G-Antennen nicht auf der gesetzlichen Grundlage von 2G-4G bewilligen. Diese im Kanton Aargau noch immer angewandte Praxis ist bereits Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren. Die Frage ist bis jetzt allerdings noch nie höchstrichterlich entschieden worden.

Der Stadtrat wählt einen anderen Weg und erklärt uns, dass wir bei der Antenne am Weidenweg aufgrund der nun reduzierten Sendeleistung und dem damit einhergehenden reduzierten Einspracheperimeter nicht mehr belastet und daher auch nicht mehr zur Einsprache berechtigt wären. Bei der Antenne an der Zürcherstrasse begründet der Stadtrat die Abweisung mit den bekannten Argumenten. Es ist uns leider nicht gelungen, den Stadtrat von der Lebensfeindlichkeit der 5G Mobilfunkstrahlung zu überzeugen.

Ein trauriger Start ins neue Jahr für uns Menschen und die Naturwelten. Wir von der Interessensgemeinschaft lassen uns dadurch jedoch nicht entmutigen und werden weiterhin am Ball bleiben. Dabei sind wir für jede Unterstützung aus der Bevölkerung dankbar. www.rheinfelden-5g.ch 

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