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(pd) ArbeitAargau nimmt mit Ernüchterung zur Kenntnis, dass die Hälfte der von der Firma Comp-On geprüften Aargauer Firmen nur grenzwertige Resultate erreichten, und fordert im Aargau weitergehende Massnahmen, um die Lohnungleichheit wirksam bekämpfen zu können.

In der Schweiz verdienen Frauen nach wie vor 19% weniger als Männer und der geschlechterspezifische Lohnunterschied ist in den vergangenen Jahren sogar angestiegen. Auch wenn ein gewisser Anteil dieses Unterschieds durch die unterschiedliche Berufswahl oder Ausbildungen begründet werden kann, bleibt ca. die Hälfte des Lohnunterschieds unerklärt und somit diskriminierend. Nun wurden die ersten Lohngleichheitsanalysen durchgeführt und das Resultat ist insbesondere im Aargau ernüchternd – wenn leider auch nicht überraschend. ArbeitAargau nimmt kopfschüttelnd zur Kenntnis, dass die Hälfte der von der Firma Comp-On geprüften Aargauer Firmen nur knapp «bestanden» haben und bloss ein grenzwertiges Resultat erreicht haben.
Die betroffenen Firmen dürfen sich nun keinesfalls auf den Lorbeeren der bestandenen Prüfung ausruhen, sondern müssen alles daransetzen, die nach wie vor vorhandenen Missstände zu beheben. Denn knapp genügend ist nicht gut genug! Ausserdem fordert ArbeitAargau weitergehende Massnahmen, die über das revidierte Gleichstellungsgesetz hinausgehen, um die Lohnungleichheit wirksam bekämpfen zu können. Es braucht Rahmenbedingungen, welche mit der traditionellen Rollenteilung brechen, wie beispielsweise flächendeckende Tagesstrukturen und eine vernünftige Elternzeit. Denn nur so kann jene Grundlage geschaffen werden, welche der Gleichstellung im Allgemeinen, aber auch der Lohngleichheit als solche zum Durchbruch verhilft.

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