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(pd) Umsetzung von verschiedenen baulichen Massnahmen in den nächsten rund zwei Jahren: In Jonen laufen nach Ostern die Bauarbeiten für das Hochwasserschutzprojekt im Dorfkern an. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) stellt mit verschiedenen baulichen Massnahmen den Schutz gegen ein 100-jährliches Hochwasser im Ortskern von Jonen sicher. Die Bauarbeiten werden rund zwei Jahre dauern.


Das Hauptziel des Projekts ist der Schutz des Siedlungsgebiets Jonen vor Hochwassern, wie sie statistisch alle 100 Jahre auftreten. Bei solchen Ereignissen schwillt der Abfluss in der Jonen gegenüber dem langjährigen Mittel um rund das 50-fache an. Das Hochwasserrückhaltebecken im Oberlauf in Affoltern am Albis (ZH) bringt aufgrund des grossen Zwischeneinzugsgebiets nur eine geringfügige Dämpfung des Abflusses in Jonen. Ein zweites Hochwasserrückhaltebecken im Jonental wurde im Variantenstudium aufgrund des durch einen 17 Meter hohen Damm massiven Eingriffs ins Landschaftsbild und der hohen Kosten verworfen. Stattdessen stellt zukünftig eine Kombination aus verschiedenen baulichen Massnahmen sicher, dass die Hochwasserspitze nicht über die Ufer tritt, sondern im Bachbett abfliessen kann.

Die Bauarbeiten werden rund zwei Jahre dauern und sind in drei Hauptetappen aufgeteilt. In der ersten Etappe, die nach Ostern startet, wird im Abschnitt zwischen der Brücke Urnerweg und der Kantonsstrasse das Bachbett ausgeweitet und einseitig abgeflacht. Die Brücke Urnerweg wurde im Jahr 2016 in einem vorgezogenen Strassenbauprojekt bereits auf die notwendige Breite ausgebaut – nun muss sie für die Erschliessung der Baustelle während der ersten Etappe für sämtlichen Verkehr gesperrt werden. Der Strassenverkehr wird auf die wenig abwärts liegende Brücke Mattenhofstrasse umgeleitet. Zum Schutz der Kinder, die normalerweise auf diesem Weg zur Schule gehen, wird für die Dauer der Sperrung eine temporäre Fussgängerbrücke auf der Höhe des Spielplatzes erstellt.

Eine besondere Herausforderung besteht in der Koordination mit der Überbauung "Kreuz", die zeitgleich auf der an-grenzenden Parzelle von Privaten realisiert wird. Die Arbeiten werden aufeinander abgestimmt und die Bauleitungen beider Projekte stehen in engem Austausch zueinander.

In der zweiten Etappe, mit planmässigem Start im Oktober 2020, wird der Abschnitt zwischen den Brücken Matten-hofstrasse und Urnerweg ausgebaut. Während dieser Zeit wird die Brücke Mattenhofstrasse gesperrt und der Verkehr auf den Urnerweg umgeleitet.

Bessere Lösung für Busumleitung in Bearbeitung
Zu Diskussion führte im Vorfeld die geplante Umleitung der Buslinien während der dritten Ausbauetappe. Ab Mai 2021 muss für den obersten Bauabschnitt, von der Kantons-strasse bis zur Mühlematt, zeitweise die Brücke Sennhüttenstrasse gesperrt werden. Die Buslinien 215 und 231 können in dieser Zeit nicht wie üblich via Sennhüttenstrasse wenden. Bei vergangenen Werkleitungsarbeiten in der Sennhüttenstrasse hat dieselbe Umleitung gut funktioniert. Kanton und Gemeinde haben die Sicherheitsbedenken aus der Bevölkerung aber trotzdem zum Anlass genommen, um weitere Wendemöglichkeiten zu prüfen. Klar ist, dass ohne bauliche Anpassungen keine Alternativrouten mit durchgängig ausreichenden Kurvenradien zur Verfügung stehen. Derzeit laufen aber Anstrengungen, um einen ohnehin vorgesehenen Wendeplatz beim südlichen Dorfeingang im beschleunigten Verfahren zu realisieren. Damit würde auch das Prob-lem der bisher unschönen Wendesituation mitten im Dorfzentrum langfristig gelöst.

Die Situation mit der aktuellen Notlage aufgrund des Coronavirus wird laufend beobachtet und in die Planung mit einbezogen. Die erste Bauetappe ist weder im Hinblick auf allfällige Hochwasser während dem Bau kritisch, noch werden grosse Bauequipen benötigt. Solange die Weisungen von Bund und Kanton nicht verschärft werden, ist man bestrebt, diese wichtige Baustelle möglichst planmässig auszu-führen.

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