Ein Produkt der mobus 200px

(pd) Novartis hat zugesagt, weltweit bis zu 130 Millionen Dosen des Malariamittels Hydroxychloroquin zu spenden, um den Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu unterstützen. Sandoz, die Novartis Generika- und Biosimilars Division, beginnt heute mit der Auslieferung der ersten Dosen Hydroxychloroquin an die Schweizer Behörden, die die Verteilung an die Spitäler organisieren. Die Schweiz ist somit das erste europäische Land, und weltweit nach den USA das zweite, in welchem die Spende erfolgt ist.

Novartis stellt per heute eine namhafte Menge Hydroxychloroquin für die Behandlung von hospitalisierten COVID-19-Patienten in der Schweiz kostenfrei zur Verfügung. Dies mit dem Ziel, Patienten Zugang zu einer möglichen Therapie zu verschaffen und gleichzeitig die klinische Forschung im Kampf gegen COVID-19 voranzutreiben. Die Schweiz ist, neben den USA, weltweit das zweite Land und das erste in Europa, in welchem die Spende zum Einsatz kommt. Die Verteilung des Medikaments an die Spitäler obliegt den Schweizer Behörden.

Die Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie (SGINF) empfiehlt in ihrem Behandlungsprotokoll hospitalisierte Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind, unter anderem mit Hydroxychloroquin zu therapieren. Derzeit werden Hydroxychloroquin und die verwandte Substanz, Chloroquin, in klinischen Studien für die Behandlung von COVID-19 untersucht. Der Wirkstoff, welcher als Mittel gegen Malaria und die Autoimmunerkrankungen Lupus erythematodes und chronische Polyarthritis eingesetzt wird, ist bisher in Europa nicht für die Indikation von COVID-19-Infektionen zugelassen. Die schweizerische Zulassungsbehörde Swissmedic hat auf die Behandlungsempfehlung der SGINF schnell reagiert und das Sandoz-Medikament im Eilverfahren für den Schweizer Markt zugelassen. Die Zulassung gilt für die Behandlung von Malaria und Autoimmunerkrankungen, das Medikament wird jedoch unter kontrollierter ärztlicher Aufsicht und Verantwortung für die Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzt werden.

„Dies ist eine grossartige Initiative, um COVID-19-Patienten weltweit – und auch in der Schweiz – schnell mit einem möglicherweise wirksamen Medikament zu helfen. Die Initiative ermöglicht auch, das Hydroxychloroquin in grossangelegten Studien zu prüfen", sagt Professor Manuel Battegay, Chefarzt Infektiologie & Spitalhygiene, Universitätsspital Basel, welcher an den schweizweiten Therapiekonzepten für COVID-19 Patienten, die Hydroxychloroquin miteinbeziehen, massgeblich beteiligt ist.

Jan Tangermann, Geschäftsführer Sandoz Schweiz, der Generika- und Biosimilarsdivision von Novartis, betont: „Es ist aktuell wichtiger denn je, unserem Auftrag der medizinischen Grundversorgung in der Schweiz nachzukommen. Mit der namhaften Spende von Hydroxychloroquin an die Schweizer Behörden leisten wir unseren Beitrag, indem wir Patienten Zugang zu einer möglichen Therapie verschaffen und die klinische Forschung im Kampf gegen COVID-19 unterstützen."

Die Spende in der Schweiz ist Teil der von Novartis bekannt gegebenen Zusage, bis Ende Mai weltweit bis zu 130 Millionen 200-mg-Dosen Hydroxychloroquin zu spenden, unter der Voraussetzung, dass die lokalen Zulassungsbehörden den Einsatz des Medikaments bei COVID-19-infizierten Patienten unterstützen. Sandoz beabsichtigt zudem, eng mit anderen Herstellern zusammenzuarbeiten, um die Produktion von Hydroxychloroquin bei Bedarf zu erhöhen und die weltweite Versorgung zu unterstützen.

 

 

Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an