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(pd) Umfragen belegen es immer wieder: Wir brauchen eine intakte Natur und Naherholung, um uns in einer Gemeinde wohl zu fühlen. Matthias Betsche, Präsident von Pro Natura Aargau, referierte am Landschaftstag der Gemeinde Möriken-Wildegg zum Thema 'Wieviel Natur brauchen wir?'. Pro Natura Aargau fordert alle Gemeinden auf, ihre Naturschutzziele mit hoher Priorität umzusetzen und dabei mit Pro Natura Aargau zusammenzuarbeiten.

«Mit Schutz und Förderung von Lebensräumen und Lebensvielfalt fördern die Gemeinden auch ihre Standortattraktivität.» ist Matthias Betsches logische Konsequenz aus den Umfragen. Verschiedene Gemeinden belegen den Zusammenhang denn auch eindrücklich – um nur ein paar Beispiele zu erwähnen: Wegenstetten ist bereits vor der Realisierung des Projektes „Flederhaus“, durch das Interesse einer breiten Öffentlichkeit an der seltensten Fledermaus der Schweiz im Dachstock des Trottehuus bekannter geworden. Auch das Nachbardorf Hellikon kennen viele dank dem berühmt gewordenen Geotop „Helliker Löcher“. In Biberstein wagten Pro Natura und Gemeinde den gemeinsamen Erwerb von Restaurant und Biohof Juraweid. Wochenlang – und bis heute immer wieder – war das schöne Dorf am Jura Südfuss deswegen in den Medien! Das Pro Natura Naherholungs- und Auengebiet, „Foort“ macht das Dorf im untern Freiamt beliebt und attraktiv.

Viele Gemeinden haben sich zudem ausgezeichnete Legislaturziele gesetzt und engagieren sich für mehr Natur vor Ort», lobt Matthias Betsche ganz besonders auch seine Wohngemeinde Möriken-Wildegg. Das Engagement einer Gemeinde für die Natur ist ein wichtiger Grund für ihre Attraktivität, und, dass sich Einwohner wohl fühlen in der Gemeinde. Dieses Engagement für die Natur ist dringend nötig.Denn: «36% unserer heimischen Tiere und Pflanzen sind ausgestorben oder in ihrer Existenz bedroht, Tendenz steigend - die Natur steckt in einer Krise. Da müssen wir uns schon fragen, ob wir bisher immer das Richtige getan haben».

Matthias Betsche, Präsident von Pro Natura Aargau, sieht in der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und Pro Natura eine Riesen-Chance für alle: «Gerade in den Gemeinden können wir viel gemeinsam unternehmen, um der Natur wieder mehr Platz zu geben und die Lebensvielfalt zu fördern zum Wohle der Natur und uns selbst. Es gibt zahllose Möglichkeiten, die Natur vor Ort zu schützen und aufzuwerten: Bäche ausdolen, Siedlungsränder aufwerten, Trockensteinmauern und Tümpel bauen, Biotope vernetzen, Hochstamm-Obstgärten und Hecken pflanzen, Neophyten bekämpfen, öffentliche Grünflächen artenreich gestalten, um nur einige Beispiele zu nennen!» Pro Natura Aargau fordert daher alle Gemeinden auf, ihre Naturschutzziele mit hoher Priorität umzusetzen und dabei mit Pro Natura Aargau zusammenzuarbeiten.

www.pronatura-aargau.ch

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